Nord Stream 2

19. Dezember 2019 12:23; Akt: 19.12.2019 15:07 Print

Putin kündigt Antwort auf US-​​Sanktionen an

Der US-Kongress hatte am 12. Dezember Strafmaßnahmen gegen Firmen beschlossen, die am Bau der Nordseepipeline beteiligt sind. Russland kündigte jetzt Gegenmaßnahmen an.

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Die USA haben Strafmaßnahmen gegen die Unternehmen beschlossen die die Nordseepipeline bauen. (Bild: DPA/Bernd Wüstneck)

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Russland wird auf die US-Sanktionen gegen die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin mit Gegenmaßnahmen antworten. «Moskau antwortet spiegelgenau», sagte Putin am Donnerstag bei seiner Pressekonferenz in Moskau. Die in dieser Woche vom US-Kongress beschlossenen Sanktionen seien ein «unfreundlicher Akt» gegen Russland. «Das wird sich auswirken auf die Beziehungen.» Die Unterschrift von US-Präsident Donald Trump steht noch aus. Russland sieht trotzdem keine Gefahr für Nord Stream 2.

Abgelehnt wird die Pipeline vor allem von der Ukraine, die bisher das wichtigste Transitland für die russischen Gaslieferungen nach Deutschland ist. Putin sagte, dass die USA der Ukraine lieber Geld geben sollten, um dem klammen Land zu helfen. Zugleich bekräftigte er, dass Russland den Transit durch die Ukraine in die EU erhalte.

Energie-Bedarf hoch

Nord Stream 2 soll zwar Deutschland unter Umgehung der Ukraine versorgen. Trotzdem ist der Energie-Bedarf so hoch, dass auch das ukrainische Leitungsnetz vorerst weiter gebraucht wird. Putin äußerte sich zudem zuversichtlich, dass sich Russland und die Ukraine über einen neuen Gastransit-Vertrag einigen. Der bislang gültige Vertrag läuft Ende des Jahres aus.

In Berlin waren am Donnerstag Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau unter Vermittlung der EU-Kommission und Deutschlands geplant. Dort wurden Fortschritte erwartet. «Ich denke, dass wir uns mit der Ukraine über das Gas einigen, wir sind auf dem Weg zur Einigung», sagte Putin. An den Verhandlungen nahmen Gazprom-Chef Alexej Miller und der russische Energieminister Alexander Nowak teil. Miller traf am Morgen mit dem deutschen Bundeswirtschaftsminister Altmaier im Ministerium zusammen, wie die Agentur Interfax meldete.

(l'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Julie am 19.12.2019 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    schwer zu verstehen, Politiker künden Abkehr von fossilen Brennstoffen an, ist die teuere Pipeline etwa eine Totgeburt ?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Julie am 19.12.2019 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    schwer zu verstehen, Politiker künden Abkehr von fossilen Brennstoffen an, ist die teuere Pipeline etwa eine Totgeburt ?

    • Hellgrün am 19.12.2019 16:20 Report Diesen Beitrag melden

      womit soll man denn eine Stadt, wie z.B. Berlin im Winter heizen?Gas ist die einfachste Lösung. Mit Cannabis kann man vielleicht die Steuern vergessen,aber es bleibt kalt.

    • pitti am 19.12.2019 19:32 Report Diesen Beitrag melden

      Abkehr von fossilen Brennstoffen wann? 2060-2080

    • donkelschwarz am 20.12.2019 09:20 Report Diesen Beitrag melden

      @Hellgrün: elektresch natiirlech mat Strom aus propperen sourcen. Kéinnt sur place problemlos alles gemach gin, mais geschmiert Politker förderen natirlech léiwer Gas aus Russland amplatz d'Suen hei méi sennvoll ze verdeelen.

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