Vor Weihnachtsbaum

08. Dezember 2021 17:42; Akt: 08.12.2021 18:00 Print

Republikaner posieren mit bewaffneter Familie

Kurz nach einer tödlichen Attacke an einer Schule haben US-Abgeordnete mit ihren bewaffneten Familien vor dem Weihnachtsbaum posiert und für Entrüstung gesorgt.

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Bewaffnete Weihnachtsgrüße: Kurz nach einer tödlichen Attacke an einer Schule haben US-Abgeordnete mit Familienfotos der besonderen Art für Empörung gesorgt. Lauren Boebert, republikanische Abgeordnete des Repräsentantenhauses, veröffentlichte am Dienstag (Ortszeit) auf Twitter ein Foto mit ihren vier Söhnen vor einem Weihnachtsbaum – die Kinder halten alle eine Waffe in den Händen. Boebert, die als Anhängerin von Verschwörungstheorien bekannt ist, reagierte mit ihrem Post auf ein Foto des republikanischen Abgeordneten Thomas Massie. Auch er hatte vor einigen Tagen mit seiner bewaffneten Familie vor einem Weihnachtsbaum posiert.

Erst vor rund einer Woche hatte ein 15 Jahre alter Schütze an einer High School im Bundesstaat Michigan das Feuer eröffnet. Vier seiner Mitschüler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren wurden getötet. Weitere Menschen wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft hat die Eltern des mutmaßlichen Schützen wegen Totschlags angeklagt. Der Vater hatte die Tatwaffe gemeinsam mit dem Sohn gekauft. Nach Angaben der Ermittler soll es sich dabei um ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk gehandelt haben. Die Tat hatte in den USA Entsetzen und erneut eine Debatte um das Waffenrecht ausgelöst.

Er wisse nicht, ob das ironisch oder lustig gemeint sein solle, sagte Manuel Oliver dem Sender «CNN» über Massies Weihnachtsfoto. Olivers Sohn wurde bei einem Massaker an einer Schule in Parkland im US-Bundesstaat Florida erschossen. Ein solches Fotos sei «der schlechteste Geschmack überhaupt». «Thomas Massie, Sie haben gerade Kinder im ganzen Land dazu aufgestachelt, diese Woche etwas Schlimmes zu tun», sagte Fred Guttenberg, der seine Tochter bei dem Parkland-Massaker verloren hat. Die demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez schrieb an Boebert gerichtet: «Wenn du vor einem Weihnachtsbaum posierst und all diese Waffen benennen kannst, aber nicht die Gaben der Heiligen Drei Könige.»

(L'essentiel/dpa)

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