In den USA

23. September 2021 10:23; Akt: 23.09.2021 10:27 Print

Risikopatienten bekommen die Booster-​​Impfung

Die USA haben einen ersten Corona-Impfstoff für Auffrischungen bei Älteren zugelassen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigte das Vakzin von Biontech/Pfizer.

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Die US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigte den Impfstoff von Biontech/Pfizer am Mittwoch für Personen über 65 Jahre, Erwachsene mit hohem Risiko für eine schwere Erkrankung sowie für Personen in Berufen mit hohem Ansteckungsrisiko. Diese können sich sechs Monate nach der zweiten Impfung nun eine dritte Dosis spritzen lassen.

Zu den Beschäftigten mit hohem Infektionsrisiko zählte die FDA unter anderem «Beschäftigte im Gesundheitswesen, Lehrer und Kindertagesstättenpersonal, Beschäftigte in Lebensmittelgeschäften und in Obdachlosenheimen oder Gefängnissen».

Die Entscheidung war erwartet worden, nachdem ein Expertengremium der FDA sich vergangenen Freitag dafür ausgesprochen hatte. Eine grundsätzliche Auffrischungsimpfung für alle ab einem Alter von 16 Jahren lehnten die Mitglieder der unabhängigen Impfkommission entgegen den Plänen der US-Regierung jedoch ab. Sie verwiesen unter anderem auf mögliche Nebenwirkungen bei jüngeren Menschen.

Große Auffrischungsaktion für die Impfstoffe Pfizer und Moderna

Die Entscheidung der FDA sei ein «wichtiger Schritt im laufenden Kampf gegen die Krankheit», erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla. Sein Unternehmen hatte jedoch die Zulassung einer Auffrischungsdosis bereits für Menschen im Alter von 16 Jahren beantragt.

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hatte bereits zugesichert, dass ab der Woche des 20. Septembers eine groß angelegte Auffrischungsaktion für die Impfstoffe von Pfizer und Moderna für alle US-Bürgerinnen und-Bürger starten würde, deren zweite Impfung acht Monate zurückliegt. Die zuständige Behörde FDA war somit in der Zwickmühle, ob sie der Regierung oder der Expertenempfehlung folgen sollte.

Gegner einer Auffrischungsimpfung erklären dagegen, zwei Impfdosen der Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna würden bereits ausreichenden Schutz bieten.

Sie argumentieren zudem, der Schwerpunkt müsse darauf liegen, nicht geimpfte Menschen zu impfen – in den USA, aber auch in Entwicklungsländern, wo ein Mangel an Impfstoffen herrscht.

Experten sind sich nicht einig über Booster-Impfung

US-Expertinnen und Experten sind sich in der Frage der Sinnhaftigkeit von Booster-Impfungen nicht einig. Befürworter argumentieren, eine zusätzliche Impfdosis erhöhe den Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus.

Dies gelte insbesondere in Anbetracht der Ausbreitung der Delta-Variante und einer über die Zeit nachlassenden Schutzwirkung der Vakzine.

US-Präsident Biden hatte erst am Mittwoch die Spende von 500 Millionen weiteren Impfdosen an ärmere Länder zugesagt. Biontech und Pfizer wollen die Impfdosen zu Vorzugspreisen liefern. Insgesamt wollen die USA mehr als eine Milliarde Impfdosen spenden.

(L'essentiel/afp/fos)

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