Truppen-Verschiebung

02. April 2021 10:37; Akt: 02.04.2021 10:37 Print

Russland droht mit Zerstörung in Ostukraine

Seit Juli 2020 gilt im umkämpften Gebiet der Ostukraine eine Waffenruhe zwischen den russischen und ukrainischen Streitkräften. Seit Anfang Jahr flammen die Kämpfe aber wieder auf.

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Die USA haben nach Berichten über die Verlegung russischer Truppen an die Grenze zur Ukraine scharfe Kritik an Moskau geübt. Washington sei besorgt «wegen der jüngsten Eskalation des aggressiven und provokativen Vorgehens Russlands im Osten der Ukraine», sagte US-Außenamtssprecher Ned Price am Donnerstag. Er warnte Moskau vor Versuchen, «unseren Partner Ukraine einzuschüchtern oder zu bedrohen».

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, dass Russland seine Truppenpräsenz an der Grenze zur Ukraine verstärkt habe. Moskau wolle dadurch eine «bedrohliche Atmosphäre» schaffen. Der ukrainische Militärgeheimdienst warf der russischen Armee vor, sie wolle ihre Präsenz in den von den Rebellen kontrollierten Regionen Donezk und Luhansk ausweiten.

Seit Mitte Februar nehmen Kämpfe zu

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin telefonierte nach Angaben Kiews mit seinem ukrainischen Kollegen Andrej Taran. Austin habe versichert, das Washington die Ukraine «im Falle einer eskalierenden russischen Aggression» nicht alleine lasse, teilte der ukrainische Verteidigungsminister mit.

Moskau und Kiew hatten sich in dieser Woche gegenseitig für die jüngste Zunahme der Gewalt im Ostukraine-Konflikt verantwortlich gemacht. Nach ukrainischen Angaben wurden seit Beginn des Jahres bei Angriffen prorussischer Rebellen 20 Soldaten getötet und 57 weitere verletzt.

Ukraine dauerhaft zerstören

Im Konflikt um die Ostukraine wurden bereits mehr als 13.000 Menschen getötet. Russland weist den Vorwurf zurück, es unterstütze die Rebellen militärisch. Im Juli vergangenen Jahres hatten sich die Konfliktparteien auf einen Waffenstillstand geeinigt. Seit Mitte Februar gibt es aber verstärkte Kampfhandlungen, die den ohnehin fragilen Waffenstillstand stetig untergraben.

Sergei Lavrov, Außenminister Russlands, droht der Ukraine unverhohlen. Jeder Versuch, in der Ostukraine einen neuen militärischen Konflikt vom Zaun zu reißen, könnte die Ukraine dauerhaft zerstören, so Lavrov. Russland argumentiert damit, dass die Truppenverschiebungen einzig und allein Russlands eigener Sicherheit dienten.

(L'essentiel/AFP/REUTERS/her)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • René am 17.04.2021 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    L'essentiel als Online Plattform sollte sich besser informieren und dann nicht einfach einseitig informieren. z.B. "DEFENDER-Europe 21". Wieviel Leute (Länder) werden an diesen gross angelegten Übungen vor der Türe von Russland teilnehmen? Also wenn schon, dann richtig.

  • Sarkast-opgepasst! am 04.04.2021 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waat ass daat do een Gedeessems. An der Ostukraine ass zënter der Maïdan-Revolutioun Biergerkrich. Mir ënnerstëtzen d'Maïdan-Regierung an d'Russen ënnerstëtzen hier Leit an der Ostukraine. Mir an d'Russen suergen also fir dat den Biergerkrich weider geet an dat eng total korrupt Ukrain kann weider ausgebeut gin. Also, dir wäiss Ritter, klammt léiwer emool vun Ärem héijen Päard. An deem Spill gët et keen "Gudden".

  • Dany am 04.04.2021 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ukraine huet ëmmer zu Russland gehéiert bis EU sech agemëscht huet. 't NATO spillt mam Biden eng dreckech Roll. Liest mol anerwäerts an net den Mainstream

Die neusten Leser-Kommentare

  • René am 17.04.2021 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    L'essentiel als Online Plattform sollte sich besser informieren und dann nicht einfach einseitig informieren. z.B. "DEFENDER-Europe 21". Wieviel Leute (Länder) werden an diesen gross angelegten Übungen vor der Türe von Russland teilnehmen? Also wenn schon, dann richtig.

  • Dany am 04.04.2021 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ukraine huet ëmmer zu Russland gehéiert bis EU sech agemëscht huet. 't NATO spillt mam Biden eng dreckech Roll. Liest mol anerwäerts an net den Mainstream

  • Sarkast-opgepasst! am 04.04.2021 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Fred Meier Hee, lass mir meinen Karl mit Ruhe, der ist in Politikk eine Bomm und schreibt auch Deitsch wie aus dem FF, besser gut wie Goede un Schieler.

  • Sarkast-opgepasst! am 04.04.2021 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waat ass daat do een Gedeessems. An der Ostukraine ass zënter der Maïdan-Revolutioun Biergerkrich. Mir ënnerstëtzen d'Maïdan-Regierung an d'Russen ënnerstëtzen hier Leit an der Ostukraine. Mir an d'Russen suergen also fir dat den Biergerkrich weider geet an dat eng total korrupt Ukrain kann weider ausgebeut gin. Also, dir wäiss Ritter, klammt léiwer emool vun Ärem héijen Päard. An deem Spill gët et keen "Gudden".

  • Gaby am 03.04.2021 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bevor die USA und Europa die Ukraine vor und nach dem Maidan destabilisiert haben, war das Verhältnis der beiden Länder nicht schlecht. Warum muss die USA vor der russischen Haustür ihre Interessen beschützen. Wenn Russland dieses auf Kuba machen würde ....