Ölsanktionen gegen Iran

24. April 2019 07:30; Akt: 24.04.2019 07:30 Print

Russland kritisiert US-​​Politik als «rücksichtslos»

Das verschärfte Vorgehen der USA gegen iranische Ölexporte kommt in Russland schlecht an.

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Moskau lobt die «Zurückhaltung» Teherans: Eine iranische Ölraffinerie. (Archivbild) (Bild: Behrouz Mehri)

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Russland hat das verschärfte Vorgehen der USA gegen iranische Ölexporte heftig kritisiert. Das russische Außenministerium erklärte am Dienstag, die US-Politik werde immer «aggressiver und rücksichtsloser».

«Washington verbirgt nicht einmal seinen Wunsch, die Welt seinem Willen zu unterwerfen.» Zugleich lobte Moskau die «Zurückhaltung» Teherans mit Blick auf «die arroganten amerikanischen Provokationen».

Ausnahmeregelungen werden beendet

Das Weiße Haus hatte am Montag mitgeteilt, noch härter als bislang gegen das iranische Ölgeschäft vorgehen zu wollen. Ausnahmeregelungen, die einigen Ländern bislang weiterhin den Import iranischen Öls erlaubten, sollen Anfang Mai beendet werden.

Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte im November umfassende Sanktionen gegen die iranische Öl- und Bankenbranche verhängt. Betroffen sind davon auch Unternehmen aus Drittstaaten, die in den sanktionierten Bereichen mit dem Iran Geschäfte machen.

USA verschärfen Sanktionen

Von den Strafmaßnahmen ausgenommen wurden damals für sechs Monate Unternehmen aus China, Griechenland, Indien, Italien, Japan, Südkorea, Taiwan und der Türkei. Die Ausnahmeregelungen für diese acht Länder werden nun nicht verlängert.

Die USA haben die Sanktionen gegen den Iran seit vergangenem Jahr sukzessive verschärft, nachdem Trump im Mai einseitig aus dem Atomabkommen mit Teheran ausgestiegen war. Er betrachtet die Vereinbarung von 2015 zur Begrenzung des iranischen Nuklearprogramms als unzulänglich.

(L'essentiel/chk/sda)

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