Demokratische Partei

11. Februar 2020 07:36; Akt: 11.02.2020 07:46 Print

Sanders geht als Favorit in zweite US-​​Vorwahl

Die Wahl in New Hampshire dürfte die Stoßrichtung der Partei deutlich machen. Für eine Überraschung könnte erneut Ex-Bürgermeister Buttigieg sorgen.

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Bei den Demokraten ist Bernie Sanders nach einer Umfrage beliebter als Ex-Vize-Präsident Joe Biden. (Bild: DPA/Andrew Harnik)

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Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten geht der linke Senator Bernie Sanders Umfragen zufolge am Dienstag als Favorit in die zweite Vorwahl. Dicht auf den Fersen dürfte ihm im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire der gemäßigte frühere Bürgermeister Pete Buttigieg folgen. Er war in der vergangenen Woche nach der ersten Abstimmung in Iowa überraschend knapp in Führung gegangen. Auch die Plätze drei und vier werden hart umkämpft sein, denn Kandidaten, die schlechter abschneiden, könnte der nötige Schwung ausgehen, weiter im Rennen zu bleiben.

Der moderate Ex-Vizepräsident Joe Biden, der in landesweiten Umfragen lange als Favorit galt, hat seine Anhänger bereits vor einem schlechten Abschneiden gewarnt. In Iowa war er nur auf einen enttäuschenden vierten Platz gekommen. Die linke Senatorin Elizabeth Warren und ihre gemäßigten Amtskollegin Amy Klobuchar haben Umfragen zufolge ebenfalls Chancen auf die Plätze drei und vier.

Technikpanne in Iowa

Allerdings war gleich die erste Vorwahl in Iowa von einer technischen Panne bei der Übermittlung von Ergebnissen überschattet worden. Nach letztem Stand setzte sich Buttigieg mit dem hauchdünnen Vorsprung von zwei Delegierten gegen Sanders durch. Weil die Ergebnisse einiger Wahlbezirke aber überprüft werden sollten, stand ein endgültiges Ergebnis noch aus.

Bei den Republikanern wiederum gelten die Vorwahlen als Formsache: Präsident Donald Trump hat keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz.

Mit harten Bandagen

Die Favoriten in New Hampshire sind einander zuletzt heftig angegangen: Der bekennende «demokratische Sozialist» Sanders (78) kritisiert, dass Buttigiegs Kampagne Spenden von Milliardären erhält. Der 38-jährige Ex-Bürgermeister wiederum wirft Sanders vor, unrealistische Programme vorzuschlagen, die nicht finanzierbar seien. Buttigieg stellt sich als am besten geeignet dar, Wähler der Mitte zu gewinnen, um Trump zu besiegen. Ex-Vizepräsident Biden (77) wiederum, der Buttigieg die gemäßigten Wähler streitig machen will, kritisiert den früheren Rathauschef aus der Stadt South Bend als unerfahren.

Sanders kann einem Durchschnitt von Umfragen zufolge auf fast 29 Prozent der Stimmen hoffen, Buttigieg auf 21 Prozent. Dieser könnte seinen Stimmanteil aber verbessern durch sein gutes Abschneiden in Iowa, das von den Umfragen nur begrenzt berücksichtigt ist. Biden, Warren und Klobuchar können demnach nur auf etwa 11 Prozent hoffen.

Bei den Vorwahlen in New Hampshire werden nur 24 Delegiertenstimmen vergeben. Um sich die Präsidentschaftskandidatur der Partei zu sichern, muss ein Bewerber fast 2000 Stimmen gewinnen. Die Bedeutung der Abstimmung liegt daher vor allem in ihrer Signalwirkung zu Beginn des langen Vorwahlkampfs: Ein gutes Abschneiden kann Kandidaten wichtigen Rückenwind geben, eine Niederlage kann dazu führen, dass die Parteispenden zurückgehen und Bewerber aufgeben müssen. Die erste große Entscheidung, bei der es um Hunderte Delegiertenstimmen gehen wird, steht am 3. März an. Am sogenannten Super Tuesday wird in mehr als einem Dutzend US-Bundesstaaten abgestimmt werden.

(l'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Senil am 11.02.2020 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    De Biden huet 77, de Sanders 78 Joer. Kréien déi es nie genuch? A wat muss een am Kapp hunn fir sou al Leit ze wielen? Ginn et keng gudd jonk Leit?

  • Christian am 11.02.2020 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Senil: Kuck emol d'Intelligenz vun verschiddenen Jonken dei dem Trump hier Stemm ginn hunn an soss och. Den Fokus vun deenen läit leider op aaneren Saachen an lossen sech mat Wischi Waschi Fakten lackelen. Den Sanders huet gudd Iddien, mee och wann en gewielt gett missten vill vun sengen Iddien duerch den Senat an Congress an do ass den sprangenden Punkt. Do kennen och dei eegen Leit dech blockeieren.

  • kaa am 11.02.2020 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sanders huet schon 1x den Demokraten d‘Wahl kascht an hien mecht et nach eng Kéier. Wuel e super ego?

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  • kaa am 11.02.2020 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sanders huet schon 1x den Demokraten d‘Wahl kascht an hien mecht et nach eng Kéier. Wuel e super ego?

  • Christian am 11.02.2020 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Senil: Kuck emol d'Intelligenz vun verschiddenen Jonken dei dem Trump hier Stemm ginn hunn an soss och. Den Fokus vun deenen läit leider op aaneren Saachen an lossen sech mat Wischi Waschi Fakten lackelen. Den Sanders huet gudd Iddien, mee och wann en gewielt gett missten vill vun sengen Iddien duerch den Senat an Congress an do ass den sprangenden Punkt. Do kennen och dei eegen Leit dech blockeieren.

  • Senil am 11.02.2020 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    De Biden huet 77, de Sanders 78 Joer. Kréien déi es nie genuch? A wat muss een am Kapp hunn fir sou al Leit ze wielen? Ginn et keng gudd jonk Leit?