US-Präsidentschaftswahlen

15. April 2019 06:54; Akt: 15.04.2019 06:56 Print

Schwuler Demokrat tritt gegen Donald Trump an

Pete Buttigieg, der Bürgermeister von South Bend in Indiana hat seine Präsidentschaftskampagne fürs Weiße Haus eingeläutet.

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Der homosexuelle US-Demokrat Pete Buttigieg hat am Sonntag seine Präsidentschaftskampagne eingeläutet. Der 37-jährige Bürgermeister von South Bend in Indiana kündigte vor Anhängern an, 2020 für die Demokraten gegen US-Präsident Donald Trump antreten zu wollen.

«Ich bin hier, um eine andere Geschichte als Macht Amerika wieder großartig zu erzählen», sagte Buttigieg mit Blick auf Trumps Slogan.

Zu Buttigiegs Ankündigung waren so viele Menschen nach South Bend gekommen, dass nicht alle in den Veranstaltungsort in einer ehemaligen Autofabrikhalle passten – viele verfolgten die Ankündigung bei Regen auf einer riesigen Leinwand vor der Halle. «Er steht für eine neue Generation demokratischer Führung. Wir lieben seine Vision», sagte die 35-jährige Jenn Watts, die ihre dreijährige Tochter auf den Schultern trug.

Der Absolvent der Eliteuniversität Harvard, der acht Sprachen spricht, steht der 100.000-Einwohner-Stadt South Bend seit sieben Jahren vor. Von dem Amt nahm er eine siebenmonatige Auszeit, um als Soldat in Afghanistan zu dienen. Er wäre der erste offen homosexuelle Präsidentschaftskandidat einer der großen Parteien der USA.

Außenseiter mit hohem Bekanntheitsgrad

Als Bürgermeister hat sich Buttigieg einen guten Ruf erworben. Ihm wird ein Anteil daran zugeschrieben, dass es in South Bend wirtschaftlich wieder aufwärts ging. In das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten stieg Buttigieg vor einigen Wochen als Außenseiter ein – mittlerweile ist seine Bekanntheit stark gestiegen.

In den vergangenen Wochen hat bereits eine ganze Reihe von Demokraten ihre Bewerbung erklärt. Dazu gehören die Senatorinnen Elizabeth Warren, Kamala Harris und Kirsten Gillibrand und der frühere Wohnungsbauminister Julian Castro. Die Zahl der Bewerber um die Kandidatur gegen Trump dürfte in den kommenden Monaten weiter deutlich anwachsen.

(L'essentiel/chk/sda)

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