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12. August 2019 07:28; Akt: 12.08.2019 07:29 Print

Sechs Gründe, die gegen Epsteins Suizid sprechen

Als ein ehemaliger Insasse des Manhattan Correctional Center vom mutmaßlichen Selbstmord des Financier Jeffrey Epstein hörte, war seine erste Reaktion: «Keinesfalls!»

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Das Personal des Manhattan Correctional Center fand Jeffrey Epstein am Samstagmorgen bewusstlos in seiner Haftzelle. Er wurde mit der Ambulanz ins Krankenhaus gebracht, dort stellten die Ärzte seinen Tod fest. Der 66-Jährige, der Dutzende Mädchen missbraucht und zum Sex mit anderen Männern gezwungen haben soll, habe sich in seiner Zelle erhängt, erzählten anonyme Quellen der «Washington Post».

Keinesfalls! Es sei schlicht unmöglich, sich in diesen Zellen umzubringen, sagte ein ehemaliger Sträfling, der mehrere Monate in der Abteilung für prominente Gefangene der New Yorker Haftanstalt verbracht hatte. In einer solchen Zelle saß auch Epstein. Der Mann, der anonym bleiben wollte, schilderte gegenüber «The New York Post», unter welchen Bedingungen die Insassen dort gehalten werden.

Die Höhe der Decken

Der Abstand zwischen dem Boden und der Decke in der Zelle betrage etwa 2,4 bis 2,7 Meter, behauptet der Ex-Insasse. «Und es gibt keine Möglichkeit, sich an irgendetwas festzuhalten.»

Zu dünne Laken

Auf den Betten gebe es zwar Bettlaken, doch «die sind fast so dünn wie Papier». Der Stoff sei nicht stark genug, um einen Mann zu halten. «Epstein wog über 90 Kilo. Die Laken wären gerissen, hätte er sich damit erhängen wollen.»

Zwangsjacke gegen Verletzungen

Die Insassen, die wegen Suzidgefahr unter ständiger Beobachtung stehen, tragen einen weißen Kittel, eine Art Zwangsjacke. Damit stellten die Gefängnisbehörden sicher, dass sich diese Insassen keine Verletzungen selbst zuführen, so der Insider.

(Anmerkung der Redaktion: Der Ex-Gefangene geht davon aus, dass Epstein unter Beobachtung stand. Doch zahlreiche US-Medien, darunter die «New York Times», schreiben, dass die Gefängnisbehörden am 29. Juli den Befehl gaben, die besondere Bewachung für Epstein zu unterbrechen. Stattdessen besuchte der Chefpsychologe der Haftanstalt den inhaftierten Milliardär jeden Tag.)

Bett festgeschweißt

Auch das Stahlbett in der Zelle biete keine Möglichkeit, sich selbst zu verletzen. Es lässt sich nicht bewegen, hat keinen Rahmen und keine Balken.

Nur weiche Materialien

«Sie sehen zu, dass du nichts bekommst, mit dem du eine Waffe herstellen könntest», erzählt der Mann weiter. Möchte ein Insasse einen Brief schreiben, zum Beispiel, erhalte er einen Bleistift aus Gummi. «Und höchstens einmal pro Woche gibt es ein Stück Papier.» Nichts in der Zelle sei hart oder aus Metall.

Immer ein Wächter in der Nähe

Alle neun Minuten schaut ein Wächter bei der Zelle vorbei - egal ob man wegen Suizidgefahr beobachtet wird oder nicht. «Du bist wie ein Tier im Käfig», sagt der Insider. Die Wächter würden die Gebrechlichkeit der Häftlinge ausnützen, «um sie noch mehr zu brechen», sagt der Mann. Dennoch ist er der Meinung, dass sich Jeffrey Epstein nicht selbst das Leben genommen hat. «Das ist einfach unmöglich.»

(L'essentiel/kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sollozzo am 12.08.2019 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt immer Möglichkeiten jemanden im Gefängnis zum schweigen zu bringen. Man braucht nur dem richtigen ein Angebot zu machen das er nicht ablehnen kann.

  • Ikarus am 12.08.2019 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde auf Bleivergiftung tippen.

  • Don Corleone am 12.08.2019 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Tote reden nicht !

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  • Sollozzo am 12.08.2019 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt immer Möglichkeiten jemanden im Gefängnis zum schweigen zu bringen. Man braucht nur dem richtigen ein Angebot zu machen das er nicht ablehnen kann.

  • Don Corleone am 12.08.2019 12:17 Report Diesen Beitrag melden

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  • Ikarus am 12.08.2019 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde auf Bleivergiftung tippen.