Aus Zeiten des Korea-Kriegs

02. August 2018 13:19; Akt: 02.08.2018 13:24 Print

Soldaten-​​Überreste in die USA überführt

Die Gebeine von mutmaßlich im Korea-Krieg verstorbenen Soldaten wurden in die USA überliefert. Präsident Trump deutete darauf ein neues Treffens mit Kim Jong-un an.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Nach der Überführung sterblicher Überreste von im Korea-Krieg gefallenen US-Soldaten aus Nordkorea in die USA hat US-Präsident Donald Trump ein mögliches weiteres Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un angedeutet.

«Ich freue mich darauf, Sie bald wiederzusehen», schrieb Trump am Donnerstag in einer Nachricht bei Twitter, in der er dem Nordkoreaner für die Übergabe der Gebeine seinen Dank aussprach.

Nach dem Gipfeltreffen in Singapur am 12. Juni hatten nordkoreanische Staatsmedien berichtet, Kim habe eine Einladung in die USA akzeptiert. Trump hatte gesagt, er würde ihn «auf jeden Fall» irgendwann ins Weiße Haus einladen. Ein Termin für ein weiteres Treffen zwischen Trump und Kim ist aber bisher nicht bekannt.

Trump dankt für den «netten Brief»

Der US-Präsident dankte dem Nordkoreaner, dass er Wort gehalten und die Überführung der Soldaten-Gebeine eingeleitet habe. «Ich bin gar nicht überrascht, dass Sie so liebenswürdig gehandelt haben», schrieb Trump. Mit der Überführung wurde eine Abmachung erfüllt, die Trump und Kim in Singapur getroffen hatten.

Zudem dankte Trump dem koreanischen Staatschef bei Twitter für seinen «netten Brief». Um welches Schreiben es sich dabei handelt, war aber zunächst unklar.

55 Särge auf Hawaii eingetroffen

US-Vizepräsident Mike Pence hatte zuvor auf Hawaii 55 Särge mit sterblichen Überresten von mutmaßlich im Korea-Krieg gestorbenen US-Soldaten in Empfang genommen.

Vertreter Nordkoreas hatten diese in der vergangenen Woche an eine amerikanische Delegation übergeben. Pence sprach von einem historischen Moment. «Einige haben den Koreakrieg als den vergessenen Krieg bezeichnet. Aber heute beweisen wir, dass diese Helden nie vergessen wurden. Heute kommen unsere Jungs nach Hause», erklärte der Republikaner bei der Zeremonie auf dem Militärstützpunkt Pearl Harbor-Hickam.

33.000 gefallene US-Soldaten

Eine Maschine der US-Streitkräfte hatte die Särge am Freitag aus der nordkoreanischen Stadt Wonsan abgeholt. Forensikexperten sollen die Gebeine in den nächsten Wochen zuordnen und klären, ob es sich tatsächlich um die Überreste amerikanischer Soldaten handelt.

Im Korea-Krieg (1950-53) waren rund 33.000 US-Soldaten getötet worden, hinzu kamen mehr als 8000 Vermisste. Zwischen 1996 und 2005 gruben amerikanische Teams bereits die Gebeine von mehr als 220 Soldaten in dem abgeschotteten Land aus – die Aktion wurde jedoch 2005 wegen Sicherheitsbedenken abgebrochen.

(L'essentiel/kat/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.