Aktivisten melden

09. September 2018 13:29; Akt: 09.09.2018 13:32 Print

Stärkste russische Luftangriffe auf Idlib

Die russische Luftwaffe hat am Samstag nach Angaben von Aktivisten die stärksten Angriffe seit vier Wochen in der syrischen Provinz Idlib geflogen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Vor der erwarteten Großoffensive syrischer Truppen auf die Rebellenhochburg Idlib hat die russische Luftwaffe dort am Samstag nach Angaben von Aktivisten die stärksten Angriffe seit einem Monat geflogen. Binnen drei Stunden habe es fast 60 Luftangriffe auf mehrere Ziele im Süden und Südosten der Provinz gegeben, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Syrische Flugzeuge warfen demnach zeitgleich Fassbomben ab.

Der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die syrische Armee beschieße mehrere Stellungen von Dschihadisten und Aufständischen mit schwerer Artillerie. Einige seien zuvor verlassen worden. Am Freitag waren der Beobachtungsstelle zufolge bei russischen Luftangriffen auf Positionen der dschihadistischen Hajat Tahrir al-Scham (HTS) und der islamistischen Ahrar al-Scham fünf Menschen getötet worden.

Die HTS-Allianz ist aus der Al-Nusra-Front, dem syrischen Ableger des Al-Kaida-Netzwerks, hervorgegangen. Sie kontrolliert etwa drei Fünftel der im Nordwesten Syriens gelegenen Provinz Idlib.

Vermeidung eines «Blutbads»

Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Aktivisten vor Ort. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Nach UN-Angaben leben in Idlib 2,9 Millionen Menschen, darunter 1,4 Millionen Vertriebene aus anderen Landesteilen. Der syrische Staatschef Baschar al-Assad hat am Rande von Idlib eine große Zahl von Truppen zusammengezogen. Im Fall einer Großoffensive drohen erbitterte Kämpfe, da es für die islamistischen Rebellen keine Ausweichmöglichkeit in Syrien mehr gibt. Die Vereinten Nationen riefen deshalb zur Vermeidung eines «Blutbads» auf.

Der Syriengesandte der Vereinten Nationen, Staffan de Mistura, hatte am Freitag einen Plan für einen Rückzug von Rebellen aus bewohnten Gebieten der Rebellenhochburg Idlib vorgelegt. Vor dem UN-Sicherheitsrat in New York sagte de Mistura, den bewaffneten Kämpfern solle eine Frist für einen Rückzug gesetzt werden. Während dieser Zeit sollten militärische Angriffe auf die Rebellen unterbleiben.

(L'essentiel/afp)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • och eng Wourecht am 10.09.2018 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Und schon wieder läuft die Meinungsmache wo ein IS-Kämpfer zum Zivilisten wird, wenn die Waffe auf den Boden fällt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • och eng Wourecht am 10.09.2018 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Und schon wieder läuft die Meinungsmache wo ein IS-Kämpfer zum Zivilisten wird, wenn die Waffe auf den Boden fällt.