Michael Avenatti

13. August 2018 17:02; Akt: 13.08.2018 17:05 Print

Stormy Daniels' Anwalt will US-​​Präsident werden

Michael Avenatti ist der Rechtsvertreter von US-Pornostar Stormy Daniels. Nun erwägt er einen Wahlkampf gegen Donald Trump.

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Der Anwalt von Pornodarstellerin Stormy Daniels, Michael Avenatti, denkt über eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 nach. Dies sagte der Jurist und Medienprofi der Zeitung «Des Moines Register» aus Iowa.

Am Donnerstag besuchte Avenatti die Messe Iowa State Fair - ein nahezu obligatorischer Programmpunkt für Anwärter auf die US-Präsidentschaft. Im Bundesstaat Iowa im Mittleren Westen der USA finden traditionell die ersten Vorwahlen für Präsidentschaftsbewerber der Parteien statt.

Trump vor Gericht stellen

Einen Tag später hielt Avenatti dann eine Rede bei einem Abendessen der Demokraten des Bundesstaates. Trump habe «nicht den Charakter, das Herz, das Wissen oder die Weisheit, um Präsident der Vereinigten Staaten zu sein», sagte er. In einem Interview mit dem Sender ABC legte Avenatti am Sonntag nach. Er werde Trump «vor Gericht stellen». Die «einzige Frage» sei, wie viele Geschworene die Jury habe.

Der Rechtsstreit zwischen dem Pornostar und Trump machte Avenatti einem größeren Publikum bekannt. Dabei geht es um ein Sexabenteuer, das Stormy Daniels - mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford - im Jahr 2006 mit Trump gehabt haben will.

130.000 Dollar

Sie hatte wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl 2016 mit Trumps damaligem Anwalt Michael Cohen eine Vereinbarung unterzeichnet, in der sie sich verpflichtete, die Eskapade nicht auszuplaudern. Im Gegenzug zahlte der Trump-Anwalt ihr 130.000 Dollar.

Der 47-jährige Avenatti streitet vor Gericht dafür, seine Mandantin von der Schweigevereinbarung entbinden zu lassen. Er verstand es, aus dem Gerichtsverfahren ein Politikum zu machen.

In den Medien ständig präsent

Für den unermüdlich twitternden und auch in den traditionellen Medien allgegenwärtigen Avenatti geht es in dem Fall um Trumps Haltung zu seinem Amt. Die angeblichen Vertuschungsversuche des Präsidenten und seines Teams prangert der Anwalt als Wählertäuschung an: Die Bürger hätten das Recht, von ihren gewählten Vertretern «nicht belogen zu werden».

Mit Hilfe des Pornostars ist der Mann mit den stahlblauen Augen und dem glattrasierten Schädel selbst zum Star geworden. Doch ein Unbekannter war er vorher keineswegs. Im vergangenen Jahr erzielte er seinen bislang spektakulärsten Erfolg - mit einer Sammelklage gegen Hersteller von OP-Kitteln, die nicht ausreichend gegen Ebola und andere Viren geschützt haben sollen. Eine Jury verurteilte zwei Firmen zu Zahlungen in der Rekordhöhe von 454 Millionen Dollar. Der Fall ist allerdings noch in der Berufung.

Anwalt von Christina Aguilera

Auch einige prominente Mandanten hatte Avenatti bereits, darunter die Popsängerin Christina Aguilera und die Schauspielerin Zeta Graff, die er in einem Streit mit dem Partygirl Paris Hilton vertrat. Und auch mit Trump hatte Avenatti bereits zu tun: Er vertrat einst einen Mandanten, der anführte, die Idee zu Trumps TV-Show «The Apprentice» sei von ihm geklaut. Der Streit wurde 2006 außergerichtlich beigelegt.

Neben dem Anwaltsberuf gibt es in Avenattis Leben noch eine zweite Leidenschaft. In seiner Freizeit fährt er Autorennen. Sogar beim 24-Stunden-Rennen im französischen Le Mans war er schon dabei.

(L'essentiel/chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paul Z. am 14.08.2018 07:09 Report Diesen Beitrag melden

    In den USA kann ja jeder Präsi werden, sei er noch so dumm. Das sieht man ja zur Zeit.

  • Carlo am 14.08.2018 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Und ich bin der Graf von Luxemburg.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Carlo am 14.08.2018 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Und ich bin der Graf von Luxemburg.

  • Paul Z. am 14.08.2018 07:09 Report Diesen Beitrag melden

    In den USA kann ja jeder Präsi werden, sei er noch so dumm. Das sieht man ja zur Zeit.