Trump besucht Japan

26. Mai 2019 17:51; Akt: 26.05.2019 17:53 Print

Sumo-​​Ringer erhält Pokal von Trump

Während seines Besuchs in Japan wurde Donald Trump als erstes in die Traditionen des Landes eingeführt. Danach forderte er in Gesprächen «fairere Handelsbeziehungen».

Der US-Präsident ließ es sich nicht nehmen, nach dem Sumo-Turnier eine kurze Laudatio zu halten. (Video: AP)

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Trump war am Samstag zu einem viertägigen Besuch in Japan eingetroffen. Am Sonntag spielte er erst einmal eine Runde Golf mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe. Fernsehbilder zeigten sie zusammen mit dem japanischen Profigolfer Isao Aoki auf dem Grün.

Später besuchten Trump und Abe zusammen mit ihren Frauen ein Sumo-Turnier – für den hohen Besuch wurden die traditionellen Sitzkissen am Boden der Arena eigens gegen richtige Stühle mit Lehnen ausgetauscht. Nach dem Kampf überreichte Trump dem Sieger Asanoyama einen riesigen Pokal. Am Montag wird Trump zudem als erster ausländischer Staatsgast vom neuen japanischen Kaiser Naruhito empfangen.

Beobachter vermuten, dass Abe mit dem üppigen Rahmenprogramm während des Trump-Besuchs die besondere Beziehung Japans zu den USA unterstreichen will, obwohl es wie viele andere Länder auch mit Washington in Handelsstreitigkeiten verwickelt ist.

«Tolle Fortschritte» erzielt

US-Präsident Donald Trump hat bei seinem Staatsbesuch fairere Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern gefordert. Japan habe jahrelang einen «substanziellen Vorteil» genossen, sagte Trump am Samstag in Tokio. Nach Abschluss eines Handelsabkommens würden die Handelsbeziehungen «ein bisschen fairer». Später lobte Trump zwar «tolle Fortschritte» in den Gesprächen, mit einem Durchbruch rechnet er aber erst nach der Oberhauswahl in Japan im Juli.

Die USA und Japan hatten sich im September auf Verhandlungen über eine Neuordnung der Handelsbeziehungen geeinigt. Der US-Präsident hatte wiederholt das «sehr große Defizit» seines Landes im Handel mit Japan angeprangert. Trumps Androhung von Strafzöllen auf Auto-Importe, die auch japanische Hersteller treffen würden, belasten die eigentlich engen Beziehungen der beiden Länder.

«Einige kleine Waffen abgefeuert»

Ein weiteres wichtiges Thema bei den Gesprächen ist der Nordkorea-Konflikt. Am Sonntag twitterte Trump, er habe weiter «Vertrauen» in Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Das Land habe «einige kleine Waffen» abgefeuert, was ihn aber nicht beunruhigt habe, schrieb er offenbar mit Verweis auf die Raketentests Anfang Mai. «Ich habe Vertrauen, dass der Vorsitzende Kim sein Versprechen an mich halten wird», fügte Trump hinzu.

Nordkorea hatte Anfang Mai mit zwei Raketentests innerhalb einer Woche scharfe internationale Kritik ausgelöst. Experten gehen davon aus, dass Pjöngjang mit den Abschüssen Druck auf die USA in den festgefahrenen Gesprächen über das nordkoreanische Atomprogramm machen will.

Nordkorea hatte im Juni 2018 beim historischen ersten Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim grundsätzlich einer Denuklearisierung zugestimmt. Konkrete Schritte wurden damals aber nicht vereinbart. Der zweite Gipfel in Hanoi im Februar wurde dann ergebnislos abgebrochen.

(L'essentiel/rab/afp)

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