Friedensprozess

29. Januar 2021 11:39; Akt: 29.01.2021 12:31 Print

Taliban bezichtigen USA der Verletzung von Abkommen

Die USA sollen gegen das Friedensabkommen mit den Taliban verstoßen haben. In Afghanistan stationierte US-Truppen würden täglich gegen das Abkommen brechen.

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Die Taliban werfen der US-Regierung vor, gegen das Friedensabkommen verstoßen zu haben. Hier im Bild US-Präsident Joe Biden. (Bild: Reuters)

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Die radikalislamischen Taliban in Afghanistan haben den USA Verstöße gegen das im Februar vergangenen Jahres unterzeichnete Friedensabkommen vorgeworfen. Ein Sprecher der Taliban in Katar, Mohammed Naeem, sagte am Freitag der Nachrichtenagentur AFP, die US-Truppen würden «fast täglich» das Abkommen brechen. «Sie bombardieren Zivilisten, Häuser und Dörfer», sagte er.

Zuvor hatte die neue US-Regierung den Taliban vorgeworfen, gegen das Abkommen mit den Vereinigten Staaten zu verstoßen. Die Gruppierung halte sich nicht an die Verpflichtungen, ihre Gewaltakte zu reduzieren und ihre Verbindungen zum Extremistennetzwerk Al-Kaida zu kappen, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby.

Biden will an Abkommen mit Taliban festhalten

Nach seinen Angaben hält die Regierung des neuen Präsidenten Joe Biden dennoch an dem Abkommen mit den Taliban fest. Kirby betonte aber auch, solange die Taliban ihre Verpflichtungen nicht erfüllten, sei es für deren Verhandlungspartner «schwierig», sich an ihre eigenen Zusagen zu halten.

In dem Abkommen vom 29. Februar 2020 hatten sich die Taliban verpflichtet, die Gewalt in Afghanistan deutlich zu reduzieren und Al-Kaida und anderen extremistischen Organisationen keine Zuflucht zu gewähren. Außerdem verpflichteten sie sich zu direkten Gesprächen mit der Regierung in Kabul. Im Gegenzug sagte die Regierung des damaligen Präsidenten Donald Trump einen vollständigen Truppenabzug bis Mai 2021 zu.

Die Verhandlungen zwischen den Taliban und der international anerkannten Regierung in Kabul sind bislang allerdings ergebnislos verlaufen. Nahezu täglich gibt es Angriffe der Aufständischen auf die staatlichen Sicherheitskräfte.

(L'essentiel/AFP)

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