Proteste in den USA

03. Juni 2020 09:15; Akt: 03.06.2020 10:12 Print

Trudeau antwortet auf Trump-​​Frage mit Schweigen

Bei einer Pressekonferenz wurde Kanadas Premierminister Justin Trudeau auf US-Präsident Donald Trump angesprochen. Er reagierte mit rund 20 Sekunden Schweigen.

Quelle: Youtube

Zum Thema
Fehler gesehen?

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat auf die Frage eines Journalisten nach einer Reaktion auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die Unruhen in den USA notfalls mit militärischer Gewalt zu stoppen, mit rund 20 Sekunden Schweigen reagiert.

Trudeau schaute nach der Frage bei einer Pressekonferenz am Dienstag zunächst einfach nur konzentriert geradeaus und sagte nichts, dann wirkte es mehrfach so, als würde er zum Sprechen ansetzen, tat es aber nicht. Schließlich sagte er in ernstem Tonfall: «Wir alle beobachten mit Entsetzen und Bestürzung, was in den USA passiert.» Es sei Zeit für Einigkeit und Zeit zum Zuhören.

«Wir müssen besser werden in Kanada»

Am Tag zuvor hatte Trudeau für sein Land bereits mehr Engagement im Kampf gegen Rassismus versprochen. «Wir müssen besser werden in Kanada.» Rassismus sei nicht nur ein Problem der USA, auch in Kanada würden Menschen mit schwarzer oder brauner Hautfarbe und Ureinwohner immer noch zu oft systematisch ungerecht behandelt. «Auch wenn wir schon Fortschritte gemacht haben im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung, gibt es immer noch Rassismus in Kanada», sagte Trudeau. «Jungen schwarzen Kanadiern will ich sagen, ich verstehe Euch, wenn Ihr sagt, dass Ihr besorgt und wütend seid.»

Der Afroamerikaner Floyd war in der vergangenen Woche bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getötet worden. Im ganzen Land breiteten sich daraufhin Proteste aus, die in zahlreichen Metropolen auch zu Ausschreitungen und Plünderungen führten. US-Präsident Trump drohte, die Unruhen notfalls mit militärischer Gewalt stoppen. Auch in vielen anderen Ländern weltweit, darunter auch in Kanada, kam es zu Protesten. Das Verhältnis zwischen dem liberalen Trudeau und dem Republikaner Trump gilt schon lange als angespannt.

(L'essentiel/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ajo am 03.06.2020 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    do gesäit een wei dwelt ass.ech froe mech firwat KEEN mensch de courage hëlt an deen stréckel an de prisong geheit,an nach e puer aaner presidenten dobai......vläicht ass et dann bësse mi rouhig

  • Netdentrump am 04.06.2020 18:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat wat einfach dat aller aller schlëmmst ass dass KEEN europäischen Politiker den Courage huet et riicht eraus ze soen: „den Trump ass een Clown“ an derbäi et den aller hellsten. Dat war elo dei ganz leif an diplomatisch Versioun. Also mir maachen emmer sou wei wann mir d‘Amis sou extrem vill brauchen. Ech mengen si brauchen eis mei wei mir si. Mech errennert den Trump un den Hopper aus dem Film „das grosse krabbeln“. Just weinie checken mir dass mir net viirun hinnen mussen couchen an och einfach eis Meenung iwwert sou extrem Intelligenzdefiziencen duerfen soen.

  • Gusti am 03.06.2020 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Im Extremfall biologische oder chemische Waffen gegen das eigene Volk durch das Militär zu verwenden. Schande für Trump, dass er sowas überhaupt in Erwägung zieht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Netdentrump am 04.06.2020 18:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat wat einfach dat aller aller schlëmmst ass dass KEEN europäischen Politiker den Courage huet et riicht eraus ze soen: „den Trump ass een Clown“ an derbäi et den aller hellsten. Dat war elo dei ganz leif an diplomatisch Versioun. Also mir maachen emmer sou wei wann mir d‘Amis sou extrem vill brauchen. Ech mengen si brauchen eis mei wei mir si. Mech errennert den Trump un den Hopper aus dem Film „das grosse krabbeln“. Just weinie checken mir dass mir net viirun hinnen mussen couchen an och einfach eis Meenung iwwert sou extrem Intelligenzdefiziencen duerfen soen.

  • Gusti am 03.06.2020 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Im Extremfall biologische oder chemische Waffen gegen das eigene Volk durch das Militär zu verwenden. Schande für Trump, dass er sowas überhaupt in Erwägung zieht.

  • ajo am 03.06.2020 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    do gesäit een wei dwelt ass.ech froe mech firwat KEEN mensch de courage hëlt an deen stréckel an de prisong geheit,an nach e puer aaner presidenten dobai......vläicht ass et dann bësse mi rouhig