Drohung

28. Juli 2019 13:16; Akt: 28.07.2019 17:46 Print

Trump giftelt gegen französischen Wein

Frankreich hält trotz Warnungen der USA an der Digitalsteuer fest. Donald Trump kündigt im Gegenzug «erhebliche Gegenmaßnahmen» an.

Obschon er keinen Wein trinkt, mag er amerikanischen lieber: Donald Trump. (Video: Tamedia)

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Trotz erneuter Drohungen der US-Regierung mit Strafzöllen will Frankreich an seiner neuen Digitalsteuer für große Internetkonzerne festhalten. «Frankreich wird seine nationalen Entscheidungen umsetzen», sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Freitag. Die sogenannte «Gafa-Steuer» betrifft vor allem US-Konzerne wie Google, Amazon, Facebook und Apple.

US-Präsident Donald Trump hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron wegen der neuen Steuer «Dummheit» vorgeworfen.

Die Sache mit dem Saft aus Trauben

Trump kündigte auf Twitter «erhebliche Gegenmaßnahmen» an. Wenn irgendjemand die großen Internetkonzerne besteuern sollte, «dann sollte es ihr Heimatland sein, die USA», schrieb Trump. Der US-Präsident deutete als Reaktion die Einführung von Strafzöllen auf französischen Wein an. «Ich habe immer gesagt, dass amerikanischer Wein besser ist als französischer!», schrieb der US-Präsident, der in der Vergangenheit erklärt hatte, keinen Alkohol zu trinken.

Wenig später erklärte er aus dem Oval Office, auf welche Technik er für seine Beurteilung zurückgreift: «Ich trinke keinen Wein. Ich mag einfach nicht, wie er aussieht», erläuterte der US-Präsident.

Diskriminierung

Bereits im Juni hatte Trump mit höheren Zöllen auf Wein aus Frankreich gedroht. US-Winzer hätten sich bei ihm über den schwierigen europäischen Markt beklagt, sagte Trump im Sender CNBC. «Das ist nicht fair. Wir werden etwas dagegen unternehmen», kündigte Trump damals an.

Das Parlament in Paris hatte die «Gafa-Steuer» Anfang Juni besiegelt. Der Name steht für Google, Amazon, Facebook und Apple – US-Internetkonzerne, die in Europa kaum Steuern zahlen, da sie dort oft nicht mit Filialen physisch präsent sind. Die US-Regierung betrachtet die Steuer als «Diskriminierung» von amerikanischen Firmen.

(L'essentiel/fal/roy/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wou en Recht huet, huet en Recht am 30.07.2019 08:40 Report Diesen Beitrag melden

    Kann ihm nur Recht geben seit meinen Spanien- Aufenthalten.

  • Margaux Petrus am 29.07.2019 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre auch zu schade den guten Wein an solche unkultivierte Amis wie deren Präsident zu verschwenden.

  • Beppo am 29.07.2019 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    "US-Internetkonzerne, zahlen in Europa kaum Steuern, da sie dort oft nicht mit Filialen physisch präsent sind. Die US-Regierung betrachtet die Steuer als «Diskriminierung» von amerikanischen Firmen." Aha, es ist also diskriminierend eine Steuer, für ein Gut zu verlangen... Nee, versteh' ich nicht, Uncle Donald... Doch! Sie wollen, das Geld, die Butter, des Milchfrau's lächeln und die Kuh... Ha! Versuchen kann man es ja...

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  • wou en Recht huet, huet en Recht am 30.07.2019 08:40 Report Diesen Beitrag melden

    Kann ihm nur Recht geben seit meinen Spanien- Aufenthalten.

  • Margaux Petrus am 29.07.2019 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre auch zu schade den guten Wein an solche unkultivierte Amis wie deren Präsident zu verschwenden.

  • Beppo am 29.07.2019 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    "US-Internetkonzerne, zahlen in Europa kaum Steuern, da sie dort oft nicht mit Filialen physisch präsent sind. Die US-Regierung betrachtet die Steuer als «Diskriminierung» von amerikanischen Firmen." Aha, es ist also diskriminierend eine Steuer, für ein Gut zu verlangen... Nee, versteh' ich nicht, Uncle Donald... Doch! Sie wollen, das Geld, die Butter, des Milchfrau's lächeln und die Kuh... Ha! Versuchen kann man es ja...