Roseanne’s Twitterskandal

31. Mai 2018 07:18; Akt: 31.05.2018 15:56 Print

Trump mischt sich nun doch in Skandal ein

Nach anfänglichem Schweigen hat sich der US-Präsident in die Debatte zum Rassismus-Skandal rund um die Erfolgsserie «Roseanne» eingeschaltet.

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Disney-Chef Bog Iger beschloss die Absetzung der US-Serie «Roseanne», nachdem deren Hauptdarstellerin Roseanne Barr eine langjährige Beraterin von Ex-Präsident Barack Obama als Kreuzung von «Muslimbruderschaft» und «Planet der Affen» beschimpft hatte. Die 65-jährige Schauspielerin hatte zwar noch versucht, ihren Tweet über Valerie Jarrett als «Witz» darzustellen, für den sie sich entschuldige, und gab Schlaftabletten die Schuld daran. Doch der Entscheid stand bereits fest.

Jarrett, die afroamerikanische Wurzeln hat, berichtete, dass sie nach der Welle der Empörung über Barrs Kommentar von Iger angerufen worden sei. Er habe sie persönlich darüber informiert, dass «Roseanne» abgesetzt werde, teilte Jarrett mit.

Spot für Disney-Chef

Igers Geste gegenüber Jarrett erregte nun den Unmut des Präsidenten. «So was, er (Iger) hat niemals Präsident Donald J. Trump angerufen, um sich für die fürchterlichen Statements zu entschuldigen», die ABC über ihn gemacht habe, twitterte Trump. «Vielleicht hat mich der Anruf bloß nicht erreicht?», fügte er in sarkastischem Ton hinzu.

Über die Skandal-Äußerung Barrs verlor Trump hingegen in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme zu dem Wirbel um «Roseanne» kein Wort. Seine Sprecherin Sarah Sanders war am Vortag einer Stellungnahme zu dem Skandal ausgewichen und hatte gesagt: «Dies ist nicht, womit sich der Präsident befasst». Es gebe derzeit «viel größere Dinge, die im Lande im Gange sind».

Gratulation für «Roseanne»

Noch im März hatte Trump der «Roseanne»-Hauptdarstellerin für ihren Erfolg mit der Serie in einem Telefonat gratuliert, wie Barr seinerzeit berichtete. Die preisgekrönte Comedy-Serie über den Alltag einer Arbeiterfamilie war damals nach 21 Jahren Pause gerade neu gestartet.

In dieser zehnten Staffel tritt Barr als Trump-Anhängerin auf – dies ist sie auch im wirklichen Leben. Die Neuauflage genoss euphorische Kritiken und glänzende Einschaltquoten, weshalb bereits wenige Tage nach Start der zehnten Staffel eine elfte Staffel angekündigt worden war.

(L'essentiel/roy/sda)

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