«White Power»

29. Juni 2020 06:56; Akt: 29.06.2020 06:58 Print

Trump verbreitet auf Twitter Video mit rassistischem Slogan

US-Präsident Donald Trump hat ein Video mit rassistischem Slogan auf Twitter geteilt. Erst nach vier Stunden löschte er seinen Retweet.

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US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag auf Twitter zeitweise ein Video weiterverbreitet, in dem einer seiner Anhänger einen in den USA weithin als rassistisch betrachteten Slogan brüllt. Das Video zeigt Demonstranten, die gegen den Präsidenten protestieren, während dessen Anhänger in Golfcarts vorbeifahren. Einer von Trumps Unterstützern brüllt den Demonstranten dann entgegen: «Weiße Macht» (Englisch: «White Power»). Dieser Slogan wird in den USA vor allem von rassistischen Gruppen eingesetzt.

Das Video, das Trump mit seinen gut 82 Millionen Followern teilte, war drei Stunden später bereits rund vier Millionen Mal angesehen worden. Nachdem Trump umgehend vorgeworfen wurde, damit Rassismus zu unterstützen und selbst aus den Reihen von Trumps Republikanern Kritik kam, löschte er seinen Retweet vier Stunden später wieder.

Trump soll fragliche Parole «nicht gehört» haben

Das Video ist gut zwei Minuten lang, der Slogan «Weiße Macht» kommt aber in den ersten zehn Sekunden vor. Trump bezeichnete seine Anhänger, die in dem Video zu sehen sind, als «tolle Leute» und dankte ihnen. Nach dem Löschen erklärte das Weiße Haus dann in einer Stellungnahme, Trump habe die fragliche Parole «nicht gehört». Er habe nur den Enthusiasmus seiner Anhänger gesehen, erklärte Sprecher Judd Deere.

In dem undatierten aus einer Seniorenanlage im Bundesstaat Florida stammenden Video scheinen sowohl die Demonstranten als auch Trumps Anhänger ältere weiße Amerikaner zu sein. Trump wurde auf Plakaten der Demonstranten als «Rassist» bezeichnet, seine Anhänger hatten an ihren Golfcarts Schilder von Trumps Kampagne, auf denen «Trump 2020» und der Slogan «Amerika zuerst» standen. Eine Demonstrantin trug ein T-Shirt mit der Aufschrift «Black Lives Matter» («Schwarze Leben zählen»).

Seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz vor gut einem Monat ist es in den USA landesweit zu Maßenprotesten gegen Rassismus und Polizeigewalt gekommen. Trump präsentiert sich jedoch vor allem als ein Präsident, der Recht und Ordnung durchsetzen will. Ihm wird daher vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und zu wenig Verständnis für den Zorn über anhaltende Diskriminierung und Ungerechtigkeit zu zeigen.

(L'essentiel/SDA)

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  • Arme Arbeiter gibt es auch in Luxemburg am 29.06.2020 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Trump, mich wundert nichts mehr von dem

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