Stimmabgabe

13. September 2020 13:26; Akt: 13.09.2020 13:30 Print

Twitter verpasst Trump-​​Tweet erneut Warnhinweis

US-Präsident Trump hat auf Twitter seine Wähler dazu ermuntert, im November zweimal abzustimmen. Jetzt hat die Social-Media-Plattform Trumps Beitrag mit einer Warnung versehen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Twitter hat eine Botschaft von US-Präsident Donald Trump, die als Ermunterung zur doppelten Stimmabgabe bei der Wahl im November verstanden werden könnte, erneut mit einem Warnhinweis versehen. Der Tweet verstoße gegen Richtlinien zur Wahrung der Integrität der Wahl, erklärte das Unternehmen am Samstag.

Trumps Tweet war an die Bürger im Bundesstaat North Carolina gerichtet. Der Präsident ermunterte Briefwähler, sich am Tag der Abstimmung trotzdem ins Wahllokal zu begeben, um sich der korrekten Zählung der eigenen Stimme zu versichern. Im Problemfall sollten die Bürger dann vor Ort nochmals abstimmen, damit keine Stimme verloren gehe, schrieb er.

Twitter verwies darauf, dass es in North Carolina illegal ist, zwei Mal zu wählen. Trump postete seine Botschaft auch auf Facebook. Facebook versah die Nachricht mit dem Hinweis, dass Briefwahl in der Vergangenheit als vertrauenswürdig galt und auch in diesem Jahr keine anderweitigen Prognosen vorlägen.

Trump ermutigt Briefwähler zu doppelter Stimmabgabe

Trump kritisiert Briefwahl immer wieder als besonders betrugsanfällig, ohne dafür aber Belege vorzulegen. Der Republikaner hatte bereits Ende vergangenen Monats Briefwähler zum Versuch ermutigt, bei der Wahl im November zusätzlich auch im Wahllokal abzustimmen, und damit für einen Eklat gesorgt.

Die Demokraten um den Präsidentschaftskandidaten Joe Biden fordern angesichts der Corona-Pandemie, eine Briefwahl möglichst vielen Amerikanern zu ermöglichen. Trumps ablehnende Haltung könnte auch damit zu tun haben, dass Anhänger der Demokraten Umfragen zufolge eher zur Briefwahl neigen. Nach einer Befragung des Instituts Pew von Ende August würden 58 Prozent der Wähler, die für Biden stimmen wollen, Briefwahl bevorzugen. Das gilt demnach nur für 19 Prozent der Wähler, die ihre Stimme Trump geben wollen.

(L'essentiel/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Total BS am 13.09.2020 19:15 Report Diesen Beitrag melden

    "Der Tweet verstoße gegen Richtlinien zur Wahrung der Integrität der Wahl" Er ruft die Wähler dazu auf, sich in den Wahlbüros davon zu überzeugen ob ihr Wahlbrief auch korrekt verbucht wurde. Die Behauptung von Twitter ist also totaler Schwachsinn. Wenn es hier eine Wahleinmischung gibt dann kommt die von Twitter!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Total BS am 13.09.2020 19:15 Report Diesen Beitrag melden

    "Der Tweet verstoße gegen Richtlinien zur Wahrung der Integrität der Wahl" Er ruft die Wähler dazu auf, sich in den Wahlbüros davon zu überzeugen ob ihr Wahlbrief auch korrekt verbucht wurde. Die Behauptung von Twitter ist also totaler Schwachsinn. Wenn es hier eine Wahleinmischung gibt dann kommt die von Twitter!

    • AberSicher am 14.09.2020 09:18 Report Diesen Beitrag melden

      "Trump kritisiert Briefwahl immer wieder als besonders betrugsanfällig" und "Trump ermutigt Briefwähler zu doppelter Stimmabgabe", na, fällt Ihnen nicht was auf...? ;-)

    • Total BS am 15.09.2020 13:56 Report Diesen Beitrag melden

      Die Briefwahlen in den USA und hier sind zwei komplett verschiedenen Paar Schuhe. In den USA haben schon mal tausende von Toten 'gewählt', aber auch Hunde und Katzen waren dabei. Inzwischen sollen sogar illegale Einwanderer wählen dürfen. Zehntausende von in China produzierten Führerscheine wurden z.B. vom Zoll abgefangen, alles verschiedene Namen, alle zur Wahl angemeldet. Und wie Briefwahlen in grossem Umfang manipuliert werden können schreibt hier jemand der es gemacht hat: "Confessions of a voter fraud: I was a master at fixing mail-in ballots"

    einklappen einklappen