Texas

20. September 2021 07:25; Akt: 20.09.2021 07:25 Print

Über 10.000 Flüchtlinge warten auf Abschiebung

Die Migranten aus Haiti harren in der US-Stadt Del Rio unter menschenunwürdigen Zuständen an einer Brücke aus. Die USA will sie schnellstmöglich zurückfliegen.

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Die Situation in der US-Grenzstadt Del Rio hat sich dramatisch zugespitzt: Tausende Migranten hauptsächlich aus Haiti harren dort unter einer Brücke aus. Die US-Regierung setzt nun besonders auf Abschiebeflüge und will die Menschen wieder zurück in ihre Heimat bringen. Der Bürgermeister von Del Rio, Bruno Lozano, sprach mit Stand Samstagabend von mehr als 14.500 Menschen unter der Brücke, welche die USA und Mexiko verbindet.

Die Menschen harren seit Tagen zu Tausenden unter einer Brücke an der Grenze zu Mexiko aus, die über den Fluss Rio Grande führt. Ortiz zufolge sind in den vergangenen Tagen bereits mehr als 3000 Migranten weggebracht worden. Es seien außerdem Hunderte zusätzliche Grenzbeamte in die Region versetzt worden. Der Grenzübergang ist geschlossen, Berichten zufolge kontrollieren US-Polizisten auch an anderen Stellen die Grenze. Seit den Mitternachtsstunden habe es in der Region keinen Grenzübertritt mehr gegeben, sagte Ortiz.

Fast 200.000 abgewiesene Anträge

Die US-Behörden hatten im Juli und August jeweils mehr als 200.000 Anträge von Migranten an der mexikanischen Grenze bearbeitet, die meisten Menschen wurden abgewiesen. Es waren die höchsten Zahlen seit mehr als zehn Jahren.

Die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar hatte den Präsidenten dagegen aufgerufen, mehr zu unternehmen, um den Migranten in Del Rio zu helfen. «Lasst uns diesen Leuten helfen, die hier gestrandet sind, und schnell handeln, bevor diese herzzerreißende Situation unkontrollierbar wird.»

Angesichts der Lage geriet Präsident Biden unter Beschuss – auch von Seiten der oppositionellen Republikaner. Diese warfen Biden vor, mit seiner Entscheidung, Haitianern nach der Ermordung von Präsident Jovenel Moïse Ende Juli einen Verbleib in den USA auch ohne gültiges Visum zu erlauben, weitere Migranten zur Reise in die USA zu motivieren.

Das Thema wird politisch ausgeschlachtet

Die Lage an der Grenze zwischen Mexiko und den USA ist ein gewaltiges politisches Problem für Biden. Die Republikaner von Ex-Präsident Donald Trump verlangen ein hartes Durchgreifen gegen illegale Einwanderung und schlachten das Thema auch wahlkampftaktisch aus.

Der republikanische Senator Ted Cruz schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter: «Keiner, der sieht, was da passiert, kann wirklich glauben, dass die unmenschliche Biden-Politik Sinn macht.» Der republikanische Abgeordnete Tony Gonzales twitterte, es sei «live zu beobachten, wie sich die Lage rapide verschlechtert».

(L'essentiel/DPA/AFP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seid ein Vorbild am 21.09.2021 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    Helft den Menschen und bringt sie wieder nach Hause. Dort können sie sich ein eigenes Leben aufbauen und eine Zukunft für ihr Land. So machten es auch unsere Grosseltern und Eltern nach dem Krieg und wo auch niemand etwas hatte.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Seid ein Vorbild am 21.09.2021 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    Helft den Menschen und bringt sie wieder nach Hause. Dort können sie sich ein eigenes Leben aufbauen und eine Zukunft für ihr Land. So machten es auch unsere Grosseltern und Eltern nach dem Krieg und wo auch niemand etwas hatte.