Geldprobleme

09. Oktober 2019 11:21; Akt: 09.10.2019 11:28 Print

Uno kann Mitarbeiter im November kaum bezahlen

Mehrere Länder haben ihre Beiträge an die Uno nicht gezahlt. Nun spricht der Generalsekretär von der «schlimmsten Geldkrise seit fast einem Jahrzehnt».

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Den Vereinten Nationen geht wegen schlechter Zahlungsmoral ihrer Mitgliedsstaaten nach den Worten von Generalsekretär Antonio Guterres das Geld aus, um ihre Mitarbeiter zu entlohnen. «Diesen Monat werden wir das größte Defizit der Dekade erreichen», warnte Guterres am Dienstag in New York. «Wir riskieren, in den November zu gehen, ohne das Geld für die Gehälter unserer Mitarbeiter zu haben.»

Der Etat der Uno liegt 2019 bei rund 3,3 Milliarden Dollar (3,28 Milliarden Euro). Größter Beitragszahler sind die USA, die 22 Prozent des Budgets bestreiten. Aktuell schuldet die Regierung in Washington der Staatengemeinschaft rund 380 Millionen Dollar für frühere Budgets und gut 670 Millionen Dollar für den Haushalt in diesem Jahr, zusammen also mehr als eine Milliarde Dollar.

129 Mitgliedsstaaten haben ihre Beiträge in Höhe von zusammen fast zwei Milliarden Dollar für 2019 nach Uno-Angaben bereits gezahlt. US-Präsident Donald Trump kritisiert, sein Land zahle einen unfair hohen Beitrag zum Budget der Vereinten Nationen, und fordert eine Reform.

Die Friedensmissionen der Uno werden aus einem separaten Topf finanziert. Das Budget für diese Einsätze beläuft sich im Haushaltsjahr bis zum 30. Juni auf 6,7 Milliarden Dollar, der Folgehaushalt bis Mitte 2020 umfasst 6,5 Milliarden Dollar. Auf die USA entfällt davon ein Anteil von 28 Prozent, das Land will jedoch nur 25 Prozent zahlen. Für die Friedensmissionen schuldet die Regierung in Washington den Uno aktuell 2,4 Milliarden Dollar.

(L'essentiel/fal)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 09.10.2019 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Macht doch nichts, wenn andere Länder keine Unobeiträge entrichten, dann wird wohl im deutschen Lande eben eine UNO-Steuer eingeführt. Unabhängig von Unobeiträge stellt sich inzwischen die Frage, wozu dieser Verein eigentlich nützlich ist, außer sich von Steuergelder zu finanzieren m. üppigen Gehälter an die Vereinsmitglieder!

  • Léon am 09.10.2019 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Qu’il demande de l’aide au gouvernement Bettel ils enverront de l’argent sans trop réfléchir.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Léon am 09.10.2019 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Qu’il demande de l’aide au gouvernement Bettel ils enverront de l’argent sans trop réfléchir.

  • Kritiker am 09.10.2019 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Macht doch nichts, wenn andere Länder keine Unobeiträge entrichten, dann wird wohl im deutschen Lande eben eine UNO-Steuer eingeführt. Unabhängig von Unobeiträge stellt sich inzwischen die Frage, wozu dieser Verein eigentlich nützlich ist, außer sich von Steuergelder zu finanzieren m. üppigen Gehälter an die Vereinsmitglieder!