Georgien

08. August 2018 07:19; Akt: 08.08.2018 07:22 Print

USA fordern Russland zum Truppenabzug auf

Das US-Außenministerium verlangt von Moskau die «Souveränität und territoriale Integrität» Georgiens.

storybild

Die Provinzen Südossetien und Abchasien seien Teil Georgiens und nicht Russlands, sagt das US-Außenministerium: Russische Soldaten in Georgien. (Archivbild) (Bild: Musa Sadulayev)

Zum Thema

Zehn Jahre nach dem Krieg Russlands mit Georgien haben die USA Moskau zum Abzug der russischen Truppen aus den Provinzen Südossetien und Abchasien aufgefordert. Die Regionen seien Teil Georgiens, nicht Teil Russlands, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums.

Die USA unterstützten «weiterhin die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Georgiens in den international anerkannten Grenzen», sagte die Sprecherin Heather Nauert am Dienstag. «Die USA rufen Russland auf, seine Truppen auf die vom Waffenstillstand 2008 bestimmten Positionen zurückzuziehen.»

Russland hatte am 8. August 2008 in den Georgien-Konflikt auf Seiten der abtrünnigen Provinz Südossetien eingegriffen und die georgische Armee innerhalb von fünf Tagen überrannt. Die französische EU-Ratspräsidentschaft vermittelte einen Waffenstillstand. Anschließend erkannte Moskau Südossetien und die ebenfalls abtrünnige georgische Provinz Abchasien als unabhängig an.

Zehntausende Flüchtlinge

In dem Krieg starben mehrere hundert Menschen. Nach Uno-Angaben waren rund 120.000 Menschen vorübergehend auf der Flucht. Russlands Eingreifen zog eine bedeutende Verschlechterung der Ost-West-Beziehungen nach sich.

Russland unterhält in Südossetien und Abchasien nach wie vor eine bedeutende Militärpräsenz. Georgiens Präsident Giorgi Margwelaschwili hatte am Dienstag die anhaltende «Besatzung» seines Territoriums verurteilt. Bei Russlands Vorgehen handle es sich «um einen Krieg gegen Georgien, um eine Aggression, eine Besatzung und einen krassen Verstoß gegen internationales Recht», sagte er am Dienstag bei einem Treffen mit Vertretern Lettlands, Litauens, Polens und der Ukraine.

Kritik aus EU – Replik aus Moskau

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew, der 2008 Präsident war, verteidigte am Montag Russlands diplomatische Anerkennung der beiden georgischen Provinzen. Dies sei «der einzige mögliche Schritt gewesen, um nachhaltigen Frieden und Stabilität im Südkaukasus beizubehalten», sagte er der Tageszeitung «Kommersant».

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini verurteilte die verstärkte militärische Präsenz Russlands in Südossetien und Abchasien.

(L'essentiel/chk/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Léon am 08.08.2018 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Que les 100.000 viennent au Luxembourg on n’a besoin de main d’œuvre.

  • John Doe am 08.08.2018 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Südossetien und Abchasien wollten doch mit Georgien nix mehr zu tun haben... Erinnert mich an Katalonien.

  • Dimitrij am 09.08.2018 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Regionen seien Teil Georgiens.... Sinn Europa an all déi aner Länner wou déi Terror Natioun USA Stützpunkter huet dann Deel vun den Usa?Se sollen mol mat guddem Beispill virgoen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dimitrij am 09.08.2018 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Regionen seien Teil Georgiens.... Sinn Europa an all déi aner Länner wou déi Terror Natioun USA Stützpunkter huet dann Deel vun den Usa?Se sollen mol mat guddem Beispill virgoen.

  • Léon am 08.08.2018 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Que les 100.000 viennent au Luxembourg on n’a besoin de main d’œuvre.

  • John Doe am 08.08.2018 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Südossetien und Abchasien wollten doch mit Georgien nix mehr zu tun haben... Erinnert mich an Katalonien.