Weisses Haus

31. Mai 2017 07:41; Akt: 31.05.2017 07:46 Print

Verhältnis Trump-​​Merkel «ziemlich unglaublich»

Der US-Präsident verstehe sich mit der deutschen Kanzlerin sehr gut, lässt Donald Trump über seinen Sprecher ausrichten.

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Trotz der jüngsten Kritik an Deutschland ist das Verhältnis von US-Präsident Donald Trump zu Kanzlerin Angela Merkel nach Einschätzung seines Sprechers «ziemlich unglaublich». Trump und Merkel verstünden sich sehr gut. Sean Spicer sagte am Dienstag im Weißen Haus, die Äußerungen Merkels, wonach die Europäer ihr Schicksal nun in die eigene Hand nehmen müssten, seien «großartig».

Der Präsident sehe Deutschland und Europa eher allgemein als wichtige Alliierte der USA an, sagte Spicer. Er begrüsse Merkels Aufruf an die Adresse der Europäer, ihre Rolle im Verteidigungsbereich auszubauen.

«Der Präsident glaubt, dass es eine sehr gute Sache ist, wenn Europa seinen Anteil der gemeinsam geschulterten Lasten hochfährt», sagte Spicer.

Kritik an Handelsüberschuss

Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump seine Vorwürfe an Deutschlands Adresse erneuert. Auf Twitter übte er massive Kritik am Handelsüberschuss Deutschlands und den aus seiner Sicht geringen Militärausgaben. Er fügte hinzu: «Sehr schlecht für die USA. Das wird sich ändern.»

Das Handelsdefizit ist der US-Regierung seit längerem ein Dorn im Auge. Trump wirft Deutschland seit dem Wahlkampf vor, sich mit unfairen Handelspraktiken ein Übergewicht im Handel mit den USA verschafft zu haben.

Merkel lässt Distanz zu Trump erkennen

Beim Nato-Gipfel in der vergangenen Woche hatte Trump zudem seine Kritik bekräftigt, dass die meisten Nato-Partner nicht genügend für ihre Verteidigung ausgäben. Diesen Vorwurf erhebt Washington auch gegen die deutsche Regierung, die ihrerseits auf eine deutliche Anhebung dieses Postens verweist.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte nach dem enttäuschend verlaufenen G7-Gipfel vom Wochenende Distanz zu Trump erkennen lassen. «Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei», hatte sie gesagt. Die Äußerungen, die als Distanzierung von der Trump-Regierung verstanden wurden, fanden in den US-Medien breiten Widerhall.

(L'essentiel/chk/sda/dapd)

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