Taliban-Offensive

22. April 2020 10:56; Akt: 22.04.2020 11:12 Print

Viele Tote bei Taliban-​​Angriffen in Afghanistan

Afghanistan kommt nicht zur Ruhe: Bei landesweiten Angriffen der Taliban sind mehrere Sicherheitskräfte, Taliban-Kämpfer und auch Zivilisten ums Leben gekommen.

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Das Archivbild zeigt einen Soldat, der nach einem Taliban-Angriff im August vergangenen Jahres auf einer Straße Wache steht. (Bild: DPA/Bashir Khan Safi)

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Bei landesweiten Taliban-Angriffen in Afghanistan sind in der Nacht zum Mittwoch mindestens 23 Sicherheitskräfte und 4 Zivilisten gestorben. In der nördlichen Provinz Sar-e Pul kamen bei Angriffen auf Kontrollposten elf Sicherheitskräfte ums Leben, 19 weitere wurden verletzt, wie ein Sprecher der Provinzregierung am Mittwoch sagte. Die Gefechte mit den militant-islamistischen Taliban dauerten mehrere Stunden an.

In der östlichen Provinz Logar starben acht Sicherheitskräfte, die auf dem Weg zur Verteidigung von Kontrollposten nahe einer Kupfermine in einen Hinterhalt gerieten. Vier Polizisten wurden zudem bei einer Attacke in der Provinzhauptstadt Tarin Kut der Südprovinz Urusgan getötet. Auch mehrere Taliban kamen ums Leben.

In der südöstlichen Provinz Ghasni starben vier Zivilisten bei einer Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe. «Die Taliban sind für dieses Verbrechen verantwortlich», schrieb der Sprecher des Innenministeriums, Tarik Arian, auf Twitter.

Mit Ende der kalten Jahreszeit beginnen die Taliban gewöhnlich ihre Frühlings-Offensive. Bisher gab es jedoch noch keine offizielle Ankündigung der Gruppe. Doch bereits am Wochenende kamen Dutzende Soldaten bei Taliban-Angriffen ums Leben.

Am 29. Februar hatten die USA mit den Taliban in Doha (Katar) ein Abkommen unterzeichnet. Es sieht einen Abzug der internationalen Truppen sowie einen Gefangenenaustausch vor und soll den Weg für innerafghanische Friedensgespräche bereiten. Die Regierung in Kabul war nicht daran beteiligt worden, weil die Taliban direkte Gespräche mit ihr bisher abgelehnt hatten. Eine Ende des Konflikts im Land ist demnach nicht absehbar.

(L'essentiel/dpa)

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