Wikileaks-Gründer in Haft

11. April 2019 21:36; Akt: 11.04.2019 21:47 Print

Was alles vor Assanges Verhaftung geschah

Sieben Jahre hat Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft Ecuadors in London verbracht. Im Video: Was vor seiner heutigen Verhaftung alles passiert ist.

Das alles geschah vor der Verhaftung von Assange in London. (Video: Tamedia/AFP, Reuters, RT)

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Die britische Polizei hat Wikileaks-Gründer Julian Assange am Donnerstagin der Botschaft Ecuadors in London verhaftet. Wie Scotland Yard mitteilte, wurde der 47-Jährige festgenommen und in ein Londoner Kommissariat gebracht.

Assange wurde den Angaben zufolge auf der Grundlage eines im Juni 2012 durch ein Londoner Gericht ausgestellten Haftbefehls festgesetzt. Der Haftbefehl war demnach erlassen worden, nachdem Assange zuvor nicht vor Gericht erschienen war.

Asyl entzogen

Zuvor habe ihm Ecuador das Asyl entzogen. Assange war 2012 in die ecuadorianische Botschaft geflohen, um einer Auslieferung an Schweden und einem von ihm befürchteten Prozess in den USA zu entgehen.

Die Beziehung zwischen Assange und seinem Asylgeber hatte sich in den vergangenen Monaten verschlechtert. Die Enthüllungsplattform warnte vergangene Woche vor einer drohenden Ausweisung ihres Gründers aus der ecuadorianischen Botschaft.

Grund war demnach die Veröffentlichung von Fotos, Videos und Privatgesprächen des ecuadorianischen Präsidenten Lenin Moreno. Im Oktober hatte Ecuador begonnen, Assanges Besuche und Kommunikationsmittel einzuschränken.

Bildstrecke: Wikileaks-Gründer Assange in London verhaftet

"Dunkler Moment für Pressefreiheit"

Die Enthüllungsplattform Wikileaks kritisierte den Entzug des diplomatischen Asyls für Assange als «illegal» und als Verletzung internationalen Rechts. In einer unmittelbar nach der Verhaftung des 47-Jährigen bei Twitter veröffentlichten Erklärung hieß es, der ecuadorianische Botschafter habe die britische Polizei "eingeladen", Assange zu verhaften.

Edward Snowden spricht auf Twitter von einem «dunklen Moment für die Pressefreiheit». «Diese Bilder von Ecuadors Botschafter, der die britische Geheimpolizei einlädt, um einen Verleger von preisgekröntem Journalismus aus dem Gebäude zu zerren, werden in die Geschichtsbücher eingehen», schreibt Snowden.

Fünf Jahre Haft drohen

Assange drohen bei einem Prozess in den USA nach Angaben des Justizministeriums bis zu fünf Jahre Haft. Wie das Ministerium in Washington mitteilte, ist der 47-jährige Australier wegen Hackerangriffen angeklagt. Ihm wird Verschwörung zur Attacke auf Regierungscomputer zur Last gelegt.

(L'essentiel/ek/uten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gisela am 12.04.2019 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Es sollte nach Luxemburg kommen. Hier bekommt jeder Asyl.

  • Kotz & Übel am 12.04.2019 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Assange wird festgenommen, damit die Politicker in Ruhe ohne Wissen des Steuerzahlers korrumpieren können, Steuergelder unbehelligt unterschlagen können u Menschen unbeobachtet foltern u vergiften können ...

  • total Eclipse of the Sun am 12.04.2019 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    und das Licht wurde ausgeschaltet ... damit wir den Riesenhaufen Politickersch..... nicht mehr sehen können!!! ...

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  • Gisela am 12.04.2019 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Es sollte nach Luxemburg kommen. Hier bekommt jeder Asyl.

  • total Eclipse of the Sun am 12.04.2019 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    und das Licht wurde ausgeschaltet ... damit wir den Riesenhaufen Politickersch..... nicht mehr sehen können!!! ...

  • Kotz & Übel am 12.04.2019 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Assange wird festgenommen, damit die Politicker in Ruhe ohne Wissen des Steuerzahlers korrumpieren können, Steuergelder unbehelligt unterschlagen können u Menschen unbeobachtet foltern u vergiften können ...