Ukraine-Telefonat

26. September 2019 15:04; Akt: 26.09.2019 16:34 Print

Whistleblower wirft Trump Vertuschung vor

Das Transkript das gestern vom weißen Haus veröffentlicht wurde soll den Wortlaut verfälscht wiedergeben.

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Ein Geheimdienstmitarbeiter beschuldigt Trump der Vertuschung. (Bild: Alex Brandon)

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Der Whistleblower in der Ukraine-Affäre hat dem Weißen Haus Versuche vorgeworfen, den Wortlaut eines Telefonats zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Wolodymyr Selenskyj geheim zu halten. Das geht aus der schriftlichen Beschwerde des anonymen Geheimdienstmitarbeiters hervor, die der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses am Donnerstag in Washington veröffentlichte.

Mehrere führende Mitarbeiter des Weißen Hauses hätten sich in den Tagen nach dem Gespräch Ende Juli bemüht, den Zugang zur wortwörtlichen Mitschrift zu sperren, hieß es darin. Dies habe den Eindruck vermittelt, dass ihnen die «Bedenklichkeit» dessen bewusst gewesen sei, was die beiden in dem Telefonat besprochen hätten.

Affäre ins Rollen gebracht

Die Beschwerde hatte die Affäre um ein umstrittenes Telefonat zwischen Trump und Selenskyj ins Rollen gebracht. Am Mittwoch war bereits ein Gesprächsprotokoll zu dem Telefonat veröffentlicht worden, das die Unterredung aber nicht wortwörtlich wiedergibt, sondern nur auf Notizen von Anwesenden basiert.

Aus Sicht vieler Demokraten zeigt das Gesprächsprotokoll, dass Trump mit Hilfe einer ausländischen Regierung seinem politischen Rivalen Joe Biden - dem wohl aussichtsreichsten demokratischen Präsidentschaftsbewerber für die Wahl 2020 - schaden und damit den Wahlkampf beeinflussen wollte. Die Demokraten im Repräsentantenhaus hatten am Dienstag Vorbereitungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet. Sie werfen ihm Verfassungsbruch vor. Sie wollen aber den Wortlaut des Gespräches.

«Es gibt so viele Fakten, die untersucht werden müssen. Es ist sehr beunruhigend.»

Bereits am Mittwoch hatten Mitglieder der Geheimdienstausschüsse Einblick in die Beschwerde des Whistleblowers bekommen, die dieser bei einem internen Kontrollgremium eingereicht hatte. «Nachdem ich die Beschwerde des Whistleblowers gelesen habe, bin ich sogar noch besorgter über das, was passiert ist», sagte der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer. «Es gibt so viele Fakten, die untersucht werden müssen. Es ist sehr beunruhigend.»

In dem Papier schreibt der Whistleblower weiter, im Rahmen seiner Dienste habe er Informationen mehrerer Regierungsmitarbeiter erhalten, dass «der Präsident der Vereinigten Staaten die Macht seines Amtes nutzt», um die Einmischung eines anderen Landes in die US-Wahlen 2020 zu fordern.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roadrunner am 27.09.2019 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Lues a lues wäert dem Trump Laache vergoen a vill Kappzerbrieches maachen.

  • Ciao bello am 26.09.2019 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech mengen dat dei ganz Welt sech därs Bewosst, dat USA grouss Ligener sin (Russen och) d'Geschicht vun den USA as voll mat sou Saachen, Kennedy 9/11 Massenvernichtungswaffen am Irak....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Roadrunner am 27.09.2019 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Lues a lues wäert dem Trump Laache vergoen a vill Kappzerbrieches maachen.

  • Ciao bello am 26.09.2019 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech mengen dat dei ganz Welt sech därs Bewosst, dat USA grouss Ligener sin (Russen och) d'Geschicht vun den USA as voll mat sou Saachen, Kennedy 9/11 Massenvernichtungswaffen am Irak....

    • Bommel Eeër am 26.09.2019 18:33 Report Diesen Beitrag melden

      Kennedy? 9/11? Wat fir Ligen?

    • @Bommel Eeër am 27.09.2019 16:59 Report Diesen Beitrag melden

      Ouni dat Wourecht un Liicht kennt wees jidfereen dat 9/11 net Alqaida war me e Coup Monté vun den USA unter Leitung von George W. Bush. Der Anschlag diente nur dem Zweck um Alqaida und Osama BinLaden zu vernichten.

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