Impfstoff

18. Juni 2020 14:33; Akt: 18.06.2020 15:05 Print

WHO arbeitet an Plan für Verteilung eines Impfstoffs

Die WHO ist optimistisch, dass es in diesem Jahr einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt und arbeitet bereits mit den Ländern an einem Plan über Prioritäten bei der Verteilung.

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WHO-Chefwissenschaftlerin Swaminathan schließt nicht aus, dass bei Massenimpfungen sehr seltene Nebenwirkungen auftreten. (Bild: AFP/Fabrice Coffrini)

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Bis Ende des Jahres könnten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein oder zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus vorliegen. Vorhersagen seien immer schwierig, aber wenn alles glatt laufe mit den derzeitigen Studien, könnten dann auch schon einige Hundert Millionen Impfdosen hergestellt sein, sagte die Chefwissenschaftlerin der WHO, Soumya Swaminathan, am Donnerstag in Genf. An rund 200 möglichen Impfstoffen werde zur Zeit geforscht, ein knappes Dutzend werde schon am Menschen getestet. «Selbst, wenn der erste oder zweite schließlich doch nicht hält, was er verspricht, sollten wir die Hoffnung nicht aufgeben», sagte Swaminathan.

Eine Herausforderung seien die Herstellungskapazitäten, so Swaminathan weiter. Mehrere Firmen hätten aber schon kräftig investiert. Bis Ende nächsten Jahres könnten zwei Milliarden Impfdosen vorliegen, zeigte sich die Wissenschaftlerin überzeugt.

Vereinbarung über Prioritäten bei der Verteilung

Die WHO arbeite mit allen Ländern der Welt an einer Vereinbarung über Prioritäten bei der Verteilung. Dass sich ein Land einen Impfstoff für sich sichere, solle vermieden werden, sagte sie. Auf einer Prioritätenliste könnten zum Beispiel das Personal in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Polizisten, Verkäufer, ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen stehen.

Obwohl Impfstoffe nun im Rekordtempo entwickelt würden, dürfe es keine Kompromisse bei der Sicherheit gehen, sagte Swaminathan. Sie schloss nicht aus, dass bei Massenimpfungen sehr seltene Nebenwirkungen auftreten. Man müsse Risiko und Nutzen stets gut abwägen. «Es gibt nichts in der Welt, das null Risiko hat», sagte sie.

(L'essentiel/dpa)

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