US-Wahlkampf

22. Oktober 2020 13:53; Akt: 22.10.2020 14:35 Print

Zahlte Trump in China mehr Steuern als in den USA?

Trump predigt sei Langem, dass China kein Markt für Patrioten sei. Jetzt aber kommt heraus: Donald Trump tat genau das – und zahlte in China offenbar mehr Steuern als in den USA.

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Im aktuellen Wahlkampf geht US-Präsident Donald Trump gegen chinesische Unternehmen wie Tiktok vor. Doch als er 2016 als US-Präsident kandidierte, unterhielt er selbst Büros in China und kooperierte eng mit einem chinesischen Staatsunternehmen, wie die New York Times (NYT) schreibt.

Die Zeitung fand ein bisher unbekanntes Konto, das unter dem Firmennamen Trump International Hotels Management geführt wurde und deswegen nicht in öffentlich zugänglichen Auflistungen von Trumps persönlichen Vermögenswerten aufgetaucht war. Zwischen 2013 und 2015 zahlte das Unternehmen laut NYT mehr als 188.000 Dollar an Steuern in China und führte dort auch Lizenzverhandlungen. In den USA hatte Trump zwischen 2016 und 2017 lediglich jeweils 750 Dollar Einkommenssteuer auf Bundesebene gezahlt, wie die NYT zuvor berichtet hatte.

Anwalt: Büro in China ist nicht mehr aktiv

Das Konto sei eingerichtet worden, nachdem das Unternehmen in China ein Büro eröffnet habe, um «das Potenzial von Hotel-Deals in Asien zu erkunden», sagte der Anwalt der Trump Organization der NYT. Das Konto sei nie für andere Zwecke verwendet worden. Seit 2015 seien keine Verträge oder sonstige geschäftliche Aktivitäten der Trump-Gesellschaft in China mehr erfolgt.

Der NYT-Bericht kommt für Trump und sein Team zu einem ungünstigen Zeitpunkt – immerhin stellt der US-Präsident nicht nur seinen demokratischen Rivalen Joe Biden im Wahlkampf wegen seiner China-Politik an den Pranger. Auch gegen Bidens Sohn Hunter läuft eine Kampagne wegen dessen Geschäftstätigkeiten in China. Joe Biden hat im Gegensatz zum US-Präsidenten seine Steuererklärung veröffentlicht. Diese deutet auf keinerlei Geschäftsbeziehungen zu China hin.

NYT hat Unterlagen aus über 20 Jahren

Die NYT berichtet auch über Konten in Großbritannien und Irland, die über Unternehmen laufen, die Trumps Golfplätze in Schottland und Irland betreiben. Unklar sei, wie viel Geld durch die Auslandskonten geflossen sei.

Der New York Times liegen nach eigenen Angaben Steuererklärungen Trumps und Hunderter seiner Firmen aus mehr als zwei Jahrzehnten vor.

Im August hatte Trump noch erklärt, er wolle US-Unternehmen Steuergutschriften gewähren, um sie zur Verlegung ihrer Fabriken aus China zu ermutigen. Er drohte aber auch, dass er Firmen Regierungsaufträge entziehen werde, sollten sie ihre Geschäfte weiterhin nach China auslagern.

(L'essentiel/gux)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Trump(el) am 23.10.2020 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dee Mann schésst sech ëmmer selwer an de Knéi.Hie léit, widersprecht sech selwer, notzt säin Amt aus, erpresst,a wann hien an der Ligen oder Widersproch ertappt gëtt an öffentlech drop ugeschwat gëtt dann vernennt hien d'Reporter a dann sinn et Fake news.Déi aner Präsidenten hunn daat och bestëmmt gemeet mee deen Trampel léisst sech ëmmer erwëschen.Wéi kann een nach esou engem Mënsch deen, ondiplomtësch onglaubwürdeg, verlugen, fraêfeindlech, rassistesch, onzurechnungsfäheg an jähzorneg ass nach vertrauen a wielen?An ëmmer kënnt hien dervunn....

  • ROUDE LÉIW HUËL SE am 22.10.2020 20:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    donald''fake president''trump

  • Marco am 22.10.2020 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Sorry Leute, aber zum Namen Trump fällt mir Nichts ein was man schreiben kann ohne das es hier wegen den Kommentarregeln gelöscht werden muss.

Die neusten Leser-Kommentare

  • ch m am 23.10.2020 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist doch alles sch...,er lügt bedroht jeden,verleumdet jeden wenn es nicht so geht wie er will, das ist der schlimmste den sie je hatten,kann nur hoffen dass die Republikaner und die anderen Wähler endlich aufwachen und das richtige tun, aber ob der so einfach abtritt das steht auf einem anderen Blatt,dann wird der sich wieder was einfallen lassen,warum wird das mit den Steuern und alles andere nicht vorher gemacht, wenn dann was nicht stimmt dürfen sie nicht mehr zur Wahl antreten und fertig,ich glaube dann wäre er nie ans Ruder gekommen.

  • FunFact am 23.10.2020 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur China... Philippinnen, Indien und Panama nicht vergessen!

  • Trump(el) am 23.10.2020 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dee Mann schésst sech ëmmer selwer an de Knéi.Hie léit, widersprecht sech selwer, notzt säin Amt aus, erpresst,a wann hien an der Ligen oder Widersproch ertappt gëtt an öffentlech drop ugeschwat gëtt dann vernennt hien d'Reporter a dann sinn et Fake news.Déi aner Präsidenten hunn daat och bestëmmt gemeet mee deen Trampel léisst sech ëmmer erwëschen.Wéi kann een nach esou engem Mënsch deen, ondiplomtësch onglaubwürdeg, verlugen, fraêfeindlech, rassistesch, onzurechnungsfäheg an jähzorneg ass nach vertrauen a wielen?An ëmmer kënnt hien dervunn....

  • ROUDE LÉIW HUËL SE am 22.10.2020 20:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    donald''fake president''trump

  • Ech am 22.10.2020 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump hei Trump do, Ära Bush, Reagen, war mei schlemm ewei den Trump gidd Iech dachbendlech.