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Die Olympischen Sommerspiele bringen in diesem Jahr Tausende Athleten und Sportfans aus aller Welt nach London. Für Luxemburg treten neun Sportler an. Alle Infos über dieses Highlight des Jahres in unserem Dossier.

Phelps' Abschied

06. August 2012 13:30; Akt: 06.08.2012 13:38 Print

«Nicht mehr Stunden auf eine Linie starren»

Mit Michael Phelps tritt der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten ab. Für das Leben nach dem harten Trainingsalltag hat der 27-Jährige schon allerlei Pläne.

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Lange hat es nicht ausgesehen, als würde Michael Phelps auch seinen dritten Olympischen Spielen den Stempel aufdrücken können. Im ersten Finale über 400 m Lagen verpasste der Überschwimmer gar eine Medaille. Doch Phelps schlug zurück: Der 27-Jährige sammelte doch noch vier Gold- und zwei Silbermedaillen und ist somit der erfolgreichste Schwimmer von London 2012.

Nach insgesamt 22-mal Edelmetall bei Olympia ist nun aber endgültig Schluss. Spekulationen über einen Rücktritt vom Rücktritt erteilte Phelps nach seinem letzten Rennen sofort eine Absage. «Ich habe mir vorgenommen, mit 30 Jahren nicht mehr zu schwimmen. Ich bin jetzt auch ziemlich entspannt. Ich dachte, dass es mich härter treffen würde. Vielleicht erwischt es mich ja noch in den nächsten paar Tagen», so der Amerikaner.

Nur die Hotels und die Pools gesehen

Phelps, der mit sieben Jahren mit dem Schwimmsport begann, muss sich nun, 20 Jahre später, eine neue Lebensaufgabe suchen. Keine leichte Aufgabe für jemanden, der pro Tag vier bis sechs Stunden im Becken trainiert hat. Doch Phelps hat bereits einen Plan. «Ich möchte die Welt bereisen und Spaß haben», so der fünffache Weltschwimmer des Jahres. Europa und Australien seien seine favorisierten Reiseziele. «Ich war an so vielen Orten auf der Welt, aber ich hatte nie Zeit, sie zu erkunden.»

Wie wahr. Phelps hat unzählige Pools und Hotels von innen gesehen. Besonders freut ihn deshalb, dass er «nicht mehr vier Stunden am Tag auf eine schwarze Linie starren muss». Ganz auf Sport will der Schwimmer aber nicht verzichten. «Ich möchte meine sportlichen Fähigkeiten abseits des Schwimmens steigern. Und ich möchte gerne in Südafrika ‹Cage Diving› (Tauchen im Käfig, Anm. d. Red.) ausprobieren», verriet Phelps. «Das ist etwas, worüber ich mit Chad Le Clos gesprochen habe.» Phelps' erster Bezwinger über 200 m Delfin bei einem Großereignis seit Olympia 2000 ist gleichzeitig ein guter Freund, aber auch sein designierter Nachfolger als Dominator im Schwimmsport.

(L'essentiel Online/pre)

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