Nach drei Jahrzehnten

02. Juli 2017 15:44; Akt: 02.07.2017 15:45 Print

Kokain-​​Baron «Weißer Kopf» geschnappt

Nach all den Jahren konnte in einem Großeinsatz mit 150 Polizisten Luiz Carlos da Rocha in Brasilien gefasst werden. Um unerkannt zu bleiben, ließ sich dieser einiges einfallen.

storybild

Hat mit Drogenhandel 100 Millionen Dollar Vermögen angehäuft: Luiz Carlos da Rocha ist im westlichen Bundesstaat Mato Großo verhaftet worden. (Screenshot/Twitter/Polícia Federal)

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema

Nach rund drei Jahrzehnten auf der Flucht ist einer der führenden Kokain-Bosse Südamerikas gefasst worden. Die brasilianische Polizei nahm Luiz Carlos da Rocha nach Angaben vom Samstag in der Stadt Sorriso im westlichen Bundesstaat Mato Großo fest. An dem Großeinsatz waren demnach 150 Beamte beteiligt.

Da Rocha alias «Weißer Kopf» steht im Verdacht, an der Spitze eines riesigen Kokain-Netzwerks zu stehen, das die Drogen in den Dschungeln von Bolivien, Kolumbien und Peru herstellte und sie in den USA und Europa vertrieb.

Darüber hinaus soll er Drogenhändler in São Paulo und Rio de Janeiro mit Kokain versorgt haben, die als besonders gewalttätig gelten. Sein persönliches Vermögen schätzt die Polizei auf 100 Millionen Dollar.

Neues Gesicht, neuer Namen

Die Polizei beschlagnahmte bei insgesamt 24 Razzien Vermögen im Schätzwert von zehn Millionen US-Dollar (rund 8,7 Millionen Euro), darunter Luxuswagen, Flugzeuge und Gebäude. Nach Polizeiangaben wurde auch der engste Vertraute des Drogenbosses festgenommen.

Um unerkannt zu bleiben, ließ Da Rocha laut den Ermittlern sein Gesicht operieren und nahm den falschen Namen Vitor Luiz de Moraes an. Auf diese Weise habe er jahrelang unbehelligt sein Drogengeschäft fortsetzen können, hieß es.

(L'essentiel/foa/afp)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.