London

13. März 2018 20:36; Akt: 13.03.2018 20:34 Print

Russe stirbt unter mysteriösen Umständen

Nach dem Tod eines früheren Geschäftspartners des Kreml-Kritikers Boris Beresowski hat die britische Anti-Terror-Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Bereits vergangene Woche wurde in Großbritannien ein Giftanschlag auf einen russischen Ex-Spion verübt. (Video: Tamedia/AFP)

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In Großbritannien ist abermals ein russischer Exilant tot aufgefunden worden. Bei dem in London gefundenen Toten handle es sich um einen früheren Geschäftspartner des Kreml-Kritikers Boris Beresowski, der seinerseits 2013 nahe London tot aufgefunden worden war, berichteten britische und russische Medien am Dienstag.

Die britische Anti-Terror-Polizei leitete nach eigenen Angaben eine Untersuchung zu dem neuerlichen Todesfall ein. Britische Medien gaben den Namen des Toten mit Nikolai Gluschkow an.

Noch keine Verbindung

Erst in der vergangenen Woche war in Großbritannien ein Giftanschlag auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal verübt worden. Für die Tat macht die britische Regierung Russland verantwortlich. Die Polizei sieht derzeit keine Verbindung zu diesem Fall.

Gluschkow soll Berichten zufolge Kontakte zum Kreml-Kritiker Beresowski gepflegt haben, der vor fünf Jahren stranguliert in seinem Haus nahe London aufgefunden worden war. Ein Fremdverschulden an seinem Tod hatte die Polizei damals nicht nachweisen können.

Großbritannien untersucht alte Todesfälle

Gluschkow hatte unter anderem für die russischen Großkonzerne Avtovaz und Aeroflot gearbeitet. 2004 war er zu drei Jahren und drei Monaten Haft nach Vorwürfen von Betrug und Geldwäscherei verurteilt worden. 2010 erhielt er in Großbritannien Asyl. Angebliche Steuervergehen, Geldwäscherei und ähnliches gibt die russische Regierung gerne vor, um politische Gegner unschädlich zu machen.

Großbritannien lässt etwa 14 Todesfälle in Großbritannien mit einer möglichen Verbindung nach Russland erneut untersuchen. Das kündigte Innenministerin Amber Rudd am Dienstag in London an. Die Todesfälle reichen teils mehr als zehn Jahre zurück.

(L'essentiel/fur/sda/afp)

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