Deutschland

20. Oktober 2017 15:07; Akt: 20.10.2017 17:35 Print

Wütende Wildschweine verletzen Menschen

Wildschweine verbreiten im Norden Deutschlands Angst und Schrecken. Sie greifen Menschen an und verletzen vier von ihnen. Für ein Schwein endet die Tobsucht tödlich.

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Zwei Wildschweine verletzen in Norddeutschland mehrere Menschen. Ein Wildschwein wird von einem Jäger erschossen. (Bild: Helge Holmson/dpa)

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Zwei wütende Wildschweine sind am Freitag urplötzlich mitten in der Innenstadt von Heide in Norddeutschland aufgetaucht und haben bei ihren Angriffen vier Menschen verletzt. Ein Wildschwein ist sogar in eine Bank eingedrungen. Besonders in der Sparkasse spielten sich dramatische Szenen ab.

Kunden und Mitarbeiter versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Der Filialleiter erlitt laut offiziellen Angaben Verletzungen an den Beinen. Wie eine Polizeisprecherin sagte, wurde schließlich eines der Wildschweine erschossen. «Der erste Schuss hat gesessen», sagte Bürgermeister Ulf Stecher nach Angaben der dpa, der als Augenzeuge dabei war, als ein alarmierter Jäger das Tier tötete.

Die Polizei hatte die Bevölkerung am Morgen notgedrungen aufgerufen, die Innenstadt zu meiden und Gebäude nicht zu verlassen, nachdem die Wildschweine aufgetaucht waren. Die ausgewachsenen Tiere liefen den Angaben zufolge ab etwa 9 Uhr durch die Stadt. Nach dem Todesschuss hatte das zweite Wildschwein am Mittag das Stadtgebiet verlassen, so dass die Polizei Entwarnung gab.

«Nach derzeitigen Erkenntnissen haben die aufgebrachten Tiere auf ihrem Weg durch die Straßen und in der Filiale der Sparkasse am Markt bereits mehrere Personen angegriffen und verletzt», hieß es in der ersten Mitteilung am Morgen. Polizei und Jäger versuchten, die Schweine außer Gefecht zu setzen. Die Fußgängerzone wurde abgesperrt. Angesichts der zugespitzten Lage in der Sparkasse wurden Mitarbeiter und Kunden laut Polizei über Fenster und Drehleitern aus dem Gebäude geholt. Einer der verletzten Menschen verlor ein Fingerglied.

Das Wildschwein in der Sparkasse lief nach den Schilderungen des Bürgermeisters zwischen Kassenraum und Eingangsbereich hin und her, bevor es unter einen der drei Streifenwagen kroch, mit dem die Polizei den Eingang verbarrikadiert hatte. Da die Waffen der Polizisten zu großkalibrig gewesen seien, habe der Jäger geschossen. «Das war eine ganz außergewöhnliche Situation, sagte Bürgermeister Stecher. Die Gegend sei nicht gerade dafür bekannt, dass dort Schwarzwild sein Unwesen treibt.

(L'essentiel/dpa)

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