Brasilien

02. August 2020 15:20; Akt: 02.08.2020 15:21 Print

2020 könnte für Regenwald schlimm werden

Im Juli wurden 6804 Feuer in Brasiliens Amazonas-Gebiet registriert. Greenpeace schlägt Alarm.

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Im Amazonas-Gebiet in Brasilien wüten Feuer. (Archivbild) (Bild: KEYSTONE)

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Im brasilianischen Amazonas-Gebiet nimmt die Zahl der Feuer trotz eines Abbrenn-Verbots von Flächen weiter stark zu. In den neun brasilianischen Bundesstaaten mit Anteilen am Amazonas-Becken stieg die Zahl der Brände im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als 20 Prozent, wie Daten des Nationalen Instituts für Weltraumforschung Inpe vom Samstag zeigten. Demnach wurden im Juli diesen Jahres 6804 Feuer registriert, 5318 waren es im Juli 2019 gewesen. Damit werden Befürchtung verstärkt, dass das Jahr 2020 für den Regenwald in Brasilien noch schlimmer werden könnte als das Vorjahr, in dem der Wald schon großflächig in Flammen stand.

Allein am Donnerstag machten die Satelliten 1007 Feuer in Amazonien aus. Es ist Greenpeace Brasil zufolge der Negativ-Rekord an Feuern für einen Juli-Tag in 15 Jahren. «Das Dekret, das die Brände auf dem Papier verbietet, funktioniert nicht, wenn es im Feld nicht auch mehr Überwachung gibt» sagte Greenpeace-Aktivist Rômulo Batista. Mitte Juli hatten Umweltminister Ricardo Salles und Präsident Jair Bolsonaro das Abbrennen von Flächen im Amazonas-Gebiet und im Pantanal, dem größten Sumpfgebiet der Welt, für 120 Tage verboten.

Der rechte Bolsonaro ist ein Befürworter der wirtschaftlichen Ausbeutung Amazoniens. Seine Regierung plant, die Streitkräfte des Landes bis 2022 im Kampf gegen Abholzung und Brände im Amazonas-Gebiet einzusetzen. Umweltschützern zufolge können die Streitkräfte die illegale Zerstörung des Waldes aber nur kurzfristig eindämmen und nicht die Arbeit der von Bolsonaro geschwächten Umweltbehörden ersetzen.

(L'essentiel/SDA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Julie am 03.08.2020 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Alle schauen besorgt auf Brasilien und die Vernichtung der sogenannten Lunge der Erde. Tatsache aber ist dass alle Industrieländer im Namen des sogenannten "Wohlstands" die Natur zurückgedrängt haben, und enorme Flächen versiegelt oder verseucht haben inklusive den Gewässern. Wieso soll Brasilien auf das verzichten was andere Nationen bereits seit Jahrhunderte machen : Raubbau an der Natur und Vernichtung des Planeten, die jetzige Pandemie ist nur ein Symptom einer unheilbaren Krankheit , eine Pandemie wird die nächste ablösen, Klimawandel, Artensterben, Hungersnöte, Flüchtlingskrisen usw

  • Niemand am 02.08.2020 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst alles abbrennen . . . erst wenn der letzte Baum irgendwo auf diesen Planeten steht, wird die Menscheit alles tun, um Waldbrände zukunftig ein Ende zusetzen.

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  • Julie am 03.08.2020 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Alle schauen besorgt auf Brasilien und die Vernichtung der sogenannten Lunge der Erde. Tatsache aber ist dass alle Industrieländer im Namen des sogenannten "Wohlstands" die Natur zurückgedrängt haben, und enorme Flächen versiegelt oder verseucht haben inklusive den Gewässern. Wieso soll Brasilien auf das verzichten was andere Nationen bereits seit Jahrhunderte machen : Raubbau an der Natur und Vernichtung des Planeten, die jetzige Pandemie ist nur ein Symptom einer unheilbaren Krankheit , eine Pandemie wird die nächste ablösen, Klimawandel, Artensterben, Hungersnöte, Flüchtlingskrisen usw

  • Niemand am 02.08.2020 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst alles abbrennen . . . erst wenn der letzte Baum irgendwo auf diesen Planeten steht, wird die Menscheit alles tun, um Waldbrände zukunftig ein Ende zusetzen.