Hohe Beute

15. März 2019 15:37; Akt: 15.03.2019 15:42 Print

23-​​Jährige kassiert mit Trick fremde Löhne

Sie schrieb Firmen an und bat im Namen echter Mitarbeiter um eine Kontoänderung: Mit dieser Masche ergaunerte eine 23-Jährige über 75.000 Euro.

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Eine 23-jährige Frau aus Österreich zockte Firmen mit einem raffinierten Trick ab. Sie schrieb Arbeitgeber von Bekannten an, informierte die Firmen über einen Kontowechsel und bat um Überweisung des Lohnes aufs neue Konto. So erhielt sie fortan den Lohn ihrer Bekannten.

Da dies so gut funktionierte, kopierte sie das Konzept mit Daten von wildfremden Menschen von Facebook, die ihren Arbeitsort öffentlich nannten. Sie legte dann jeweils eine plausible E-Mail-Adresse an und schrieb massenhaft Arbeitgeber an.

75.000 Euro kassierte sie

Rund 40-mal klappte die Abzocke, ebenso oft überwiesen die Firmen die Löhne ohne viel nachzufragen aufs Konto der 23-Jährigen. Ihr Ex-Freund (31) soll ihr laut Anklage zweimal geholfen haben. Gesamtschaden: Rund 75.000 Euro. Mit dem ergaunerten Geld ging es dann ab in den Familienurlaub ins Tirol. Obwohl sie flüssig war, zahlte die 23-Jährige auch dort die Rechnungen nicht. Als dann ein Arbeitnehmer kein Gehalt erhalten hatte und stutzte, begann die Polizei zu ermitteln.

Zur ersten Einvernahme als Verdächtige erschien die Frau nicht. Gleichzeitig führte sie aber ihre Betrugsmasche weiter. Als sich die Verdachtslage massiv erhärtete, klickten die Handschellen.

Teilbedingte Haft

«War Ihnen das alles wurscht?», fragte der Richter beim Prozess in St. Pölten am Donnerstag. «Ja», antwortete die Angeklagte knapp. Der Richter sagte der Angeklagten: «Die Tat war wahrlich nicht unraffiniert, aber Sie waren so dämlich, das Geld aufs eigene Konto überweisen zu lassen.» Wo das Geld sei, wollte der Richter noch wissen. «Fort», meinte die Frau kurz und knapp.

(L'essentiel/red)

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