Serienkiller in Toronto

07. März 2018 07:16; Akt: 07.03.2018 07:18 Print

Polizei findet siebte Leiche in Blumentopf

Auf dem Grundstück des Gärtners Bruce McArthur hat die kanadische Polizei sieben Männerleichen gefunden. Der Täter behielt die Fotos seiner Opfer als «Trophäen».

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Die kanadische Polizei hat es mit einem Serienmörder zu tun: Bei der Durchsuchung eines Privatgrundstücks in Toronto, auf dem bereits früher die Leichenteile von sechs Männern entdeckt wurden, fanden die Ermittler jetzt die Überreste eines siebten Opfers.

Am Montag veröffentlichte der leitende Ermittler Hank Idsinga «als Notmaßnahme» das Bild eines Toten, um die Identität des Mannes zu klären. Das Foto zeigt einen Mann im Alter von etwa 40 bis 55 Jahren. Es war laut «Toronto Star» auf dem Computer des mutmaßlichen Täters gespeichert – zusammen mit mehreren anderen.

«Ich zeige dieses Bild mit großem Bedenken», sagte Ermittler Idsinga vor versammelten Medien. Er hoffe jedoch, damit neue Hinweise zu bekommen, um die Ermittlungsarbeiten voranzutreiben. Indem er seine Opfer nach deren Tod fotografierte, habe der Täter offenbar «Trophäen» seiner Verbrechen gesammelt, vermutete der Polizist.

Opfer kamen aus «Gay Village»

Der Mordserie wird der 66-jährige Landschaftsgärtner Bruce McArthur verdächtigt. Die kanadische Polizei nahm ihn Mitte Januar im Zusammenhang mit dem Tod zweier Männer fest. Die Opfer waren im Frühjahr 2017 aus dem «Gay Village» genannten Szeneviertel verschwunden und galten seitdem als vermisst.

Als die Beamten am 18. Januar McArthurs Wohnung in der Gegend vom Thorncliffe Park stürmten, befreiten sie einen weiteren jungen Mann, der an ein Bett gefesselt war. Inzwischen wurde dem Landschaftsgärtner der Tod vier weiterer Männer zur Last gelegt, die zwischen 2010 und 2017 verschwunden waren. Dabei handelt es sich um Männer zwischen 44 und 58 Jahren, die in der Schwulenszene von Toronto verkehrten.

Hunderte Cold Cases werden derzeit untersucht

Die Blumentöpfe mit menschlichen Überresten standen auf einem Grundstück in Leaside, wo McArthur seine Arbeitsausrüstung aufbewahrte.

Das Forensiker-Team um Chefermittler Idsinga geht derzeit Hunderte Vermisstenfälle und Cold Cases (Ermittlungen, die nach längerer Zeit ergebnislos verlaufen) der vergangenen zehn Jahre durch. Zudem wird auf zahlreichen Grundstücken, auf denen McArthur zwischenzeitlich arbeitete, nach weiteren Opfer gesucht, wie der kanadische Sender CBC berichtet.

(L'essentiel/kle)

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