Prozess in Nürnberg

23. Oktober 2017 11:11; Akt: 23.10.2017 11:49 Print

«Reichsbürger» soll lebenslang in Haft

Weil die Polizei sein Haus durchsuchen wollte, schoss der 50-Jährige und traf einen Beamten tödlich: Nun ist der «Reichsbürger» zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

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Wolfgang P. (im Bild dessen Haus in Georgensgemünd) tötete einen 32-jährigen Polizisten und verletzte zwei weitere. (Bild: AFP)

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Wegen tödlicher Schüsse auf einen Polizisten ist in Deutschland ein sogenannter Reichsbürger zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

Ein Landgericht im Bundesland Bayern wertete am Montag die Tat des 50-Jährigen als Mord und zweifachen versuchten Mord. Die Verteidiger hatten auf fahrlässige Tötung plädiert, was eine deutlich mildere Strafe bedeutet hätte.

30 Waffen im Haus

Der Fall warf ein Schlaglicht auf die Bewegung der «Reichsbürger», die noch vor rund einem Jahr meist nur Insidern der Sicherheitsbehörden ein Begriff waren. Anhänger dieser Bewegung lehnen die Bundesrepublik Deutschland, deren Organe und Behörden ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide.

Wolfgang P. hatte bei einem Polizeieinsatz Mitte Oktober 2016 auf Beamte eines Spezialeinsatzkommandos geschossen. Dabei starb ein Polizist, zwei weitere wurden verletzt. Die Spezialeinheit sollte helfen, die rund 30 Waffen im Haus von P. zu beschlagnahmen. Denn bei den Behörden galt der Jäger als nicht mehr zuverlässig.

Der Angeklagte betrat den Gerichtssaal am Montag mit einem Lächeln. Das Urteil nahm er regungslos zur Kenntnis.

(L'essentiel/dpa)

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