Fields-Medaille

01. August 2018 18:13; Akt: 01.08.2018 18:13 Print

30-​​Jähriger erhält Mathe-​​«Nobelpreis»

Dem erst 30-jährigen Peter Scholze wurde die Fields-Medaille verliehen. Sie gilt als der Nobelpreis der Mathematik. Zuvor war Scholze der jüngste Professor Deutschlands.

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Der deutsche Mathematiker Peter Scholze wurde mit einer hoher Auszeichnung geehrt. Foto: Volker Lannert /Universität Bonn/dpa

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Als zweiter Deutscher überhaupt ist der Bonner Mathematiker Peter Scholze mit einem der renommiertesten Preise seines Fachs, der Fields-Medaille, ausgezeichnet worden. Das sei «schon eine herausragende Ehre», sagte der 30-jährige gebürtige Dresdner der Deutschen Presse-Agentur anlässlich der Verleihung beim Internationalen Mathematiker-Kongress am Mittwoch in Rio de Janeiro. Das Prestige der Fields-Medaille ist mit dem der Nobelpreise vergleichbar.

Scholze forscht zur sogenannten arithmetischen Geometrie und schafft Verbindungen zwischen verschiedenen Gebieten der Mathematik. Seine Forschung gilt als bahnbrechend. Nach der Schule in Ostberlin wechselte der gebürtige Dresdner an die Bonner Universität. Dort wurde er mit 24 Jahren der damals jüngste Professor Deutschlands. Der bisher einzige deutsche Träger der Fields-Medaille ist Gerd Faltings.

«Er ist inzwischen mein Lehrer»

Was Scholze macht, ist für Laien schwer bis gar nicht verständlich. Er forscht zur sogenannten arithmetischen Geometrie und schafft Verbindungen zwischen verschiedenen Gebieten der Mathematik. Das hilft Fachleuten, Probleme in einem Bereich mit Ansätzen aus einem anderen zu lösen. Gewissermaßen blickt Scholze über den Tellerrand der einzelnen Disziplinen und verknüpft Lösungsansätze. Seine Forschung gilt als weltweit bahnbrechend und richtungsweisend.

Scholzes Doktorvater Michael Rapoport sagt: «Er ist der bessere Mathematiker als ich, er hat tiefere Einblicke als ich, er hat den besseren Überblick.» Wie die Studenten hole auch er selbst sich Rat bei Scholze. «Er ist inzwischen mein Lehrer.»

(L'essentiel/dpa)

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