Zufall oder Anschlag?

14. September 2021 21:49; Akt: 14.09.2021 21:57 Print

300.000 Haushalte wegen Luftballon ohne Strom

Am Montag fiel in Hunderttausenden Haushalten in Dresden und Umgebung der Strom aus. Nun wurde der Schuldige gefunden: Ein normaler Luftballon hatte einen Stromausfall ausgelöst.

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Der großflächige Stromausfall in Dresden und im Umland der sächsischen Landeshauptstadt am Montagnachmittag ist von einem mit Aluminium ummantelten Ballon ausgelöst worden, der an einer neuralgischen Stelle eines Umspannwerks im Süden der Stadt einen Kurzschluss auslöste. Die Polizei gehe aktuell davon aus, dass es sich um Fahrlässigkeit oder Zufall handle, sagte ein Sprecher am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Energieversorger Sachsen Energie. Der Ballon sei nicht präpariert gewesen.

Es habe sich um einen handelsüblichen Ballon gehandelt, wie er beispielsweise auf einem Jahrmarkt zu kaufen sei, sagte der Sprecher weiter. Zudem gebe es kein Bekennerschreiben. Das «Ermittlungsgefühl» und alle Fakten sprächen dafür, dass es sich nicht um eine zielgerichtete Tat gehandelt habe.

Zunächst wurde Anschlag vermutet

Laut Sachsen Energie fiel nach dem Kurzschluss zunächst der Strom in einem Teil der Stadt und des direkten Umlands aus. Da dadurch der Rest des Netzes überlastet worden sei, hätten sich etwas später auch andere Werke automatisch abgeschaltet. Insgesamt hätten 300.000 Haushalte während rund einer Stunde keinen Strom gehabt. Betroffen war auch der Bahnverkehr.

Die Polizei bildete nach dem Eingang der ersten Notrufe zunächst einen Führungsstab, wie der Sprecher sagte. Wegen der anstehenden Bundestagswahl, des laufenden Prozesses gegen mutmaßliche Linksextremisten und mehrerer Versammlungen in der Stadt habe überlegt werden müssen, ob vom schlimmsten Fall auszugehen sei. Staatsschutz und Kriminaltechnik hätten dann den Ballonrest beim Umspannwerk gefunden.

(L'essentiel/AFP/trx)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kaa am 15.09.2021 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    d’Nena wousst ett

  • En Fall fir d'NATO am 15.09.2021 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlech just en Beleg dat d'Stroumnetz do komplett um Enn ass, soss wier wuel kaum Eppes geschitt. Dann wäert dei däitsch Arméi sech elo Loftbäll zouléen.

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  • de Krätzert am 15.09.2021 06:35 Report Diesen Beitrag melden

    virun de Wahlen nach eng Dringléchkeets-Sitzung aberuff an dann e Schnellgesetz gestëmmt, waat de Verkaaf , de Besëtz an de Gebrauch(an desem Fall "Fléien loossen" ) ënner drastesch Strofen setzt!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Was soll das? am 16.09.2021 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Als ich im Fernsehen hörte das Dresden ohne Strom ist, war mein erster Gedanke, das ich die Bundestagswahlen verpasst habe und die GRÜNEN die Wahl gewonnen haben....

  • Nee Na am 15.09.2021 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    99 Luftballons... Und dass sowas von sowas kommt Seh' die Welt in Trümmern liegen Hab' 'n Luftballon gefunden Denk' an dich und lass' ihn fliegen...

  • jimbo am 15.09.2021 10:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Demnächst brauch e keng Waffe mei, mee just e puer Loftballon’en

  • kaa am 15.09.2021 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    d’Nena wousst ett

  • En Fall fir d'NATO am 15.09.2021 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlech just en Beleg dat d'Stroumnetz do komplett um Enn ass, soss wier wuel kaum Eppes geschitt. Dann wäert dei däitsch Arméi sech elo Loftbäll zouléen.

    • Kirmesballons am 15.09.2021 17:25 Report Diesen Beitrag melden

      Dat do ass jo bekannt. Am 1. Golfkrich hun d'Amerikaner Staniolstreifen op Irakisch Kraftwierker gehait aus Fliigeren.

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