Halle/Saale

16. Oktober 2019 17:05; Akt: 16.10.2019 17:41 Print

Polizei ermittelt gegen zwei junge Männer

Nach dem mutmaßlich rechtsextremistisch und antisemitisch motivierten Anschlag in Halle wird gegen zwei weitere Verdächtige ermittelt.

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Das Wichtigste in Kürze:

• Ein 27-Jähriger hat am 9. Oktober, dem jüdischen Feiertag Jom-Kippur, versucht, in eine Synagoge in Halle einzudringen.

• Zu diesem Zeitpunkt hielten sich über 50 Menschen in der Synagoge auf.

• Nachdem der Versuch scheiterte, tötete er wahllos zwei Menschen.

• Später wurden weitere Schüsse in Landsberg abgegeben.

• Der Täter hat seinen Anschlag mit einer Helm-Kamera live ins Internet übertragen.

• Der 27-Jährige hat die Tat und ein antisemitisches Motiv gestanden.


NEWSTICKER:

Mittwoch, 16. Oktober 2019

15.40 Uhr – Zwei weitere Verdächtige

Zwei junge Männer aus Mönchengladbach werden verdächtigt, beim Terroranschlag in Halle involviert gewesen zu sein. Es handelt sich um einen 26- und einen 28-Jährigen. Sie sollen das Manifest des Attentäters nach dem Anschlag im Internet veröffentlicht haben, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung seien elektronische Speichermedien sichergestellt worden. Gegen sie wird wegen Volksverhetzung ermittelt.

Bereits am Mittwochmorgen war bekannt geworden, dass die Polizei eine verdächtige Person im Visier hatte. Ein Mann hatte daraufhin bereitwillig seinen Computer ausgehändigt und angegeben, den Täter nicht zu kennen. Neben seinem Computer wurde auch seine Wohnung durchsucht. Die Befunde dieser Untersuchungen sind zum gegebenen Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht.

Montag, 14. Oktober 2019

20.14 Uhr – Seit Monaten Am Vorbereiten

Vieles deutet darauf hin, dass der Attentäter den Anschlag auf eine Synagoge in Halle schon seit Monaten geplant hat: Die Waffen aus dem 3D-Drucker baute er sich bereits im März, und das Handy, mit dem er die Tat via der Plattform Twitch übertrug, besorgte er sich im Juli. Wie der Spiegel berichtet, hat der 27-Jährige einige Minuten vor dem Attentat die Tat in einem Imageboard namens Meguca angekündigt. Auf diesen Boards können Nutzer Bilder austauschen und ultraradikale Ansichten absolut anonym posten. Die Inhalte reichen bis hin zu Gewaltaufrufen gegen Juden, Muslime, Migranten und Frauen.

In seinen Pamphleten verwendet der Täter oftmals Ausdrücke, die aus der Gamerszene stammen. So sprach er etwa von Achievements, als er sein Ziele nannte: «Töte jemanden mit einer Nagelbombe.» Gleichzeitig bezieht sich der Täter auf die rechtsextreme Alt-Right-Bewegung, wie der Spiegel weiter berichtet. Auf einem Foto, das er ins Internet stellte, trägt er eine Mütze mit einem Moon Man-Button. Das Symbol wird seit 2015 als Meme in rassistischen Foren wie 4chan und 8chan verbreitet. Dem Mützen-Foto gab der Attentäter den Dateinamen «the face of a neet» – «neet» ist eine englische Abkürzung für junge Erwachsene, die weder in Ausbildung sind noch einer Arbeit nachgehen.

Freitag, 11. Oktober 2019

20.14 Uhr – Waffen aus dem 3D-Drucker?

Bei dem Angriff führte der Täter nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank vier Schusswaffen mit sich. Es sei zumindest eine vollautomatische Schusswaffe dabei gewesen, so Frank. Die anderen Waffen waren offenbar selbstgebaute Waffen, die häufige Ladehemmungen hatten.

Bisher ist unklar, woher die Einzelteile stammen, aus denen der Täter die Waffen zusammenbaute. Nach einem Bericht des ZDF-Magazins Frontal 21 soll er bei seiner Tat auch Waffen bei sich getragen haben, die teilweise mit 3D-Druckern hergestellt worden waren.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll der Täter mit einer Luty SMG vor der Synagoge die 40-jährige Jana L. erschossen haben. Die aus Blech- und Stahlteilen zusammengeschraubte Maschinenpistole funktionierte dann nicht mehr, der Täter greift zur Plastic Luty, deren Griffe und Magazin in einem 3D-Drucker entstanden sind. Die dazugehörigen Blechteile sind, wie auch bei der Luty SMG, offenbar gelasert. Mit der Plastic Luty erschießt der 27-Jährige vor dem Dönerimbiss den 20-jährigen Kevin S.

In dem Video, das der Attentäter per Twitch-Livestream übertrug, schimpfte der Täter über häufige Ladehemmungen seiner selbstgebauten Waffen: «Zumindest habe ich bewiesen, wie wertlos improvisierte Waffen sind. Das Equipment hält nicht. Die Luty ist Schrott. »

Bei der Durchsuchung in der Wohnung in Helbra, in der der Attentäter bei seinem Vater ein Zimmer hatte, haben die Ermittler einen 3D-Drucker gefunden.

19.57 Uhr – Anonymer Geldgeber

Im Fokus der Ermittlungen zum Attentat in Halle steht die Frage, ob der 27-jährige Attentäter alleine handelte oder Hilfe bei der Durchführung des Anschlags hatte. Bei seiner Einvernahme durch die Polizei gestand der Attentäter die Tat. Zu möglichen Mittätern gab er an, völlig allein gehandelt zu haben.

Auch seine Waffen habe er selbst hergestellt, für wenig Geld. Der Attentäter erklärte, Stahl im Wert von 50 Euro ein Fernrohr für 20 Euro und tausend Patronenhülsen für 25 Euro eingekauft zu haben. Er sei eigentlich erwerbslos, zitiert der Spiegel den Mann. Einmal habe er nach eigenen Angaben von einer ihm unbekannten Person, mit der er im Internet kommuniziert habe, 0,1 Bitcoin – aktuell rund 750 Euro – erhalten.

Freitag, 11. Oktober 2019

10.20 Uhr – Motiv und Tat gestanden

Der Todesschütze von Halle hat die Tat gestanden und auch ein rechtsextremistisches, antisemitisches Motiv bestätigt. Der 27-Jährige habe in dem mehrstündigen Termin beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs am Donnerstagabend umfangreich ausgesagt, erfuhr die Nachrichtenagentur Dpa in Karlsruhe am Freitag.

9.37 Uhr – «Eiskalt erschossen»

Neben Jana L. wurde auch der 20-jährige Kevin S. erschossen. Er wollte sich in seiner Mittagspause einen Döner holen. Die Helm-Kamera des Schützen filmte, wie der 20-Jährige starb – seine Mutter sah, wie ihr eigener Sohn getötet wurde. Das Video des Attentats hätten ihr Freunde, die im gleichen Haus wohnen, gezeigt, erklärt die 43-Jährige gegenüber RTL.

Sie realisierte nicht, was zu sehen war und hatte immer noch die Hoffnung, dass ihr Sohn am Abend durch die Wohnung käme. Sie kontaktierte die Polizei, weil sich ihr Sohn nicht gemeldet hatte – kurze Zeit später standen Beamte vor der Tür und überbrachten die Nachricht.

Mandy S. «Er wurde eiskalt hingerichtet. Mir geht das Video nicht aus dem Kopf. Er hat um sein Leben gebettelt und wurde trotzdem abgeknallt.» Die Mutter hat bereits einmal ein Kind verloren. Sie fragt sich, warum es unschuldige Menschen trifft. Zu Kevin sagt sie: «Er hatte sein ganzes Leben noch vor sich. Er war doch erst 20 Jahre alt.» Kevin gehörte der aktiven Fanszene des deutschen Profi-Vereins Hallescher FC an.

1.51 Uhr – Schlagerstar Andrea Berg trauert um Fan

Eines der Opfer von Halle war ein großer Schlagerfan. Die 40-jährige Jana L. besuchte viele Konzerte der Schlagersängerin Andrea Berg. Diese erinnert sich in der Bild-Zeitung an ihren Fan: «Ich bin Jana bei vielen meiner Konzerte und Autogrammstunden begegnet. Was gestern in Halle passiert ist, lässt mich zutiefst bestürzt und unendlich traurig zurück. Lasst uns alle noch enger zusammenrücken und zeigen, dass Gewalt, Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.»

Schlagersängerin Andrea Berg. (Bild: Keystone)

Auch Trompeter Stefan Mross ist «zutiefst betroffen». In einem Facebook-Eintrag schreibt er, dass der Anschlag in Halle unseren «treusten Fan» genommen hat. Vor zwei Tagen habe er Jana L. noch bei einer TV-Aufzeichnung getroffen. Sie sei «glücklich und voller Lebensenergie» gewesen. Mross postet ein Bild von seiner Freundin Anna-Carina Woitschack und Jana L.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

22.56 Uhr – Die Opfer

Mittlerweile ist mehr über die Opfer des Attentats bekannt. Bei der 40-jährigen Frau handelt es sich laut Bild um Jana L., die nur wenige Meter vom Tatort entfernt wohnte. Sie soll an dem Täter vorbei gelaufen sein und zu ihm gesagt haben: «Muss das sein, wenn ich hier langgehe? Mann ey.» Danach schoss er ihr mehrfach in den Rücken.

Beim 20-jährigen Mann handelt es sich um Kevin S., der gerade im Döner-Imbiss Mittagspause machte, als der Täter los schoss. Er stand gerade am Tresen, als der Mann mehrfach auf ihn schoss.

21.46 Uhr – Haftbefehl gegen den Täter

Ermittlungsrichter am Deutschen Bundesgerichtshof haben für den Schützen von Halle einen Haftbefehl erlassen. Das bedeutet, dass er nun in Untersuchungshaft sitzt.

21.34 Uhr – Merkel telefoniert mit Netanjahu

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefoniert und ihre tiefe Betroffenheit ausgedrückt. Sie habe deutlich gemacht, dass Deutschland fest zu seiner historischen Verantwortung stehe, jüdisches Leben zu schützen, teilt eine Regierungssprecherin in Berlin mit. Die Bundesregierung werde den Kampf gegen den Antisemitismus entschlossen fortsetzen, habe Merkel erklärt.

21.20 Uhr – Vier Schusswaffen

Nach Angaben des Generalbundesanwalts soll der Schütze von Halle bei seiner Tat vier Schusswaffen bei sich gehabt haben. Zwei davon seien vollautomatisch gewesen.

Es werde nun auch wegen Mitwissern ermittelt. Insbesondere wichtig sei, zu erfahren ob andere Personen in die Vorbereitung des Anschlags verwickelt waren oder davon Kenntnis hatten.

19.05 Uhr – Halle trauert

Tausende Menschen sind in Halle auf dem Marktplatz zusammengekommen, um der Getöteten zu gedenken. Sie haben Blumen und Kerzen gebracht.

Halle trauert

19.00 Uhr – Der Schütze wird nach Karlsruhe gebracht

Am Donnerstag wurde der Attentäter nach Karlsruhe gebracht, wo er zum Gericht geleitet wurde.

Halle

15.13 Uhr – Pressekonferenz

Ermittler und Bundesregierung haben den Angriff auf eine Synagoge in Halle als einen rechtsextremistischen Terroranschlag gewertet. «Was wir gestern erlebt haben, war Terror», sagte Generalbundesanwalt Peter Frank am Donnerstag in Karlsruhe. Der Täter habe sich zum Ziel gesetzt, in der Synagoge ein Massaker anzurichten und eine weltweite Wirkung zu erzielen. Nach Angaben von Justizministerin Christine Lambrecht handelte es sich bei dem 27-jährigen Schützen um einen Einzeltäter mit antisemitischen und rechtsextremistischen Motiven.

13.06 Uhr – Opfer identifiziert

Nach dem Anschlag in Halle sind die erschossenen Opfer identifiziert. Es handelt sich um eine 40 Jahre alte Frau aus Halle sowie einen 20 Jahre alten Mann aus Merseburg, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr. Die Frau war am Mittwochmittag von dem schwer bewaffneten Täter vor der Synagoge erschossen worden, der Mann wenig später in einem nahen Dönerladen.

Auf seiner Flucht hatte der Täter außerdem zwei Menschen verletzt. Es soll sich dabei um ein Ehepaar aus Landsberg handeln. Die 40-jährige Frau und der 41 Jahre alte Mann werden derzeit mit Schussverletzungen im Krankenhaus behandelt.

12.50 Uhr – Mitgefühl und Trauer

Vor der betroffenen Synagoge und dem Döner-Imbiss finden sich derweil immer mehr Menschen ein, die Blumen und Kerzen niederlegen und so ihre Betroffenheit und ihr Mitgefühl ausdrücken.

Auch der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einen Tag nach dem Anschlag in Halle im Bundesland Sachsen-Anhalt den Tatort besucht und einen Kranz zur Synagoge getragen.

Steinmeier kam in Begleitung von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff. Der Bundespräsident forderte ein Aufstehen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus.

11.06 Uhr – «Geistige Brandstifter»

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hält nach dem Anschlag eines mutmaßlichen Rechtsextremisten auf die Synagoge in Halle im Bundesland Sachsen-Anhalt auch Politiker der AfD für mitverantwortlich.

«Das einer sind dieser schrecklichen Gewalttäter, vor denen wir uns schützen müssen – das andere sind auch die geistigen Brandstifter», sagte Herrmann am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. «Da sind in letzter Zeit auch einige Vertreter der AfD in unverschämter Weise aufgefallen», fügte er hinzu.

(Joachim Hermann/Bild: Keystone)

10.15 Uhr – Hatte der Täter Helfer?

Die Ermittler halten es derzeit für denkbar, dass der mutmaßliche Rechtsterrorist Helfer hatte. Wie focus.de berichtet, etwa beim Bau der Waffen oder der Planung der Tat. Derzeit soll es laut Ermittlerkreisen jedoch noch keinen Hinweis darauf geben, dass der Täter in ein rechtsextremes Netzwerk eingebettet war.

Die Bundesanwaltschaft bestätigt derweil, dass es sich bei dem am Mittwoch festgenommenen Tatverdächtigen um einen deutschen Staatsangehörigen handelt. Beim Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof werde sie im Laufe des Tages einen Haftbefehl beantragen, teilt die oberste Anklagebehörde in Karlsruhe mit.

10.05 Uhr – Jetzt spricht der Vater

«Es kam immer wieder zu Streit, meine Meinung zählte nicht. Ich komme nicht mehr an ihn ran», mit diesen Worten meldet sich der Vater des Täters in einem Video der Bild-Zeitung zu Wort. Sein Sohn sei ein Eigenbrötler gewesen, sagt er. Er sei weder mit sich noch mit der Welt im Reinen gewesen: «Er gab immer allen anderen die Schuld», so der Vater. Der Attentäter, der seit der Scheidung der Eltern bei seiner Mutter lebte, habe kaum Freunde gehabt und sei oft vor dem Computer gesessen. «Der Junge war nur online», erzählt sein Vater.

Vom Anschlag in Halle hat der Vater aus den Nachrichten erfahren.

8.09 Uhr – Wohnung durchsucht

Einen Tag nach dem Angriff in Halle wurde die Wohnung des Täters durchsucht. Wie deutsche Medien schreiben, sollen Beamte dort unter anderem nach Materialien, die der Verdächtige zum Waffenbau genutzt haben soll, gefahndet haben.

8.05 Uhr – «Fragten uns, wann endlich Hilfe kommt.»

Rund 70 bis 80 Menschen sollen sich zur Tatzeit in der Synagoge befunden haben. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Halle, Max Privorozki, sagt gegenüber der Stuttgarter Zeitung: «Wir haben über die Kamera unserer Synagoge gesehen, dass ein schwer bewaffneter Täter mit Stahlhelm und Gewehr versucht hat, unsere Türen aufzuschießen. Der Mann sah aus wie von einer Spezialeinheit. Aber unsere Türen haben gehalten.»

Ein Gläubiger, der während des Anschlags in der Synagoge war, beobachtete den Täter über die Überwachungskamera. «Wir beteten gerade. Plötzlich gab es einen Knall. Ich ging zum Gang und sah, dass Rauch ins Gebäude kommt. Wie nach einer Explosion», sagt er gegenüber der Bild.

Der Großteil der Gläubigen, darunter Senioren und Frauen, soll sich daraufhin in einem hinteren Raum der Synagoge versteckt haben. Der 31-Jährige soll mit fünf anderen Männern vorne geblieben sein: «Wir haben die Tür zum Gebetsraum mit Stühlen verbarrikadiert. Wir waren bereit, zu kämpfen», so der Mann.

Auf einem Bildschirm mussten sie mit ansehen, wie der Angreifer auf die Tür eintritt und schießt. Sie alle hätten gedacht, dass er «in zwei, drei Minuten reinkommt und zu schießen beginnt». Die Polizei sei längst informiert gewesen: «Wir fragten uns, wann endlich Hilfe kommt.»

4.40 Uhr – Internetdienste wollen Video stoppen

Große Unternehmen haben nur Stunden nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle das Live-Video der Tat von ihren Plattformen gelöscht. «Wir stehen in engem Kontakt miteinander und bleiben entschlossen, die Online-Verbreitung von gewalttätigen und extremistischen Inhalten zu stören», erklärte die Gruppe Global Internet Forum to Counter Terrorism in den USA am Mittwoch. Zu den Mitgliedern gehören Facebook, Google, Microsoft und Twitter. Um die Videos automatisch zu entfernen, wird die sogenannte Hashing-Technologie angewendet. Diese wurde nach dem Anschlag in Christchurch in Neuseeland im März diesen Jahres entwickelt.

Der Attentäter von Halle hatte sein Live-Video von der Tat in Echtzeit im Internet verbreitet. Er nutzte dafür die Streaming-Plattform Twitch, die zu Amazon gehört. Twitch ist eine Abspielstätte für die Übertragung von Videospielen. Dabei werden die Spiele, oft Ego-Shooter, von anderen Spielern betrachtet und verfolgt. Das Video von Halle ist zum Teil ebenfalls wie ein Ego-Shooter gefilmt. Es ähnelt dem Filmmaterial aus Christchurch, in dem der Schütze mit einer Helmkamera aus der Ich-Perspektive die Tötung von 51 Menschen in zwei Moscheen filmte und live im Internet übertrug. Wie bei Christchurch verbreiteten sich Kopien und Teile der Aufnahmen aus Deutschland schnell im Internet – sowohl durch Anhänger der antisemitischen Ideologie des Attentäters als auch durch Menschen, die die Tat verurteilen.

Auf seinem offiziellen Twitter-Account gab Twitch bekannt, dass das Video von fünf Personen live gesehen wurden und es nach der Tat noch von 2200 Nutzern abgerufen wurde. Nach 30 Minuten habe das Unternehmen das Video von der Internetplattform gelöscht.

4.35 Uhr – Internet-Subkultur

Der mutmaßliche Täter der Angriffe in Halle/Saale wollte nach Experteneinschätzung eine internationale rechte Internet-Subkultur erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt der Extremismusforscher Matthias Quent mit Blick auf ein am Mittwoch verbreitetes Video, das die Tat zeigen soll.

«Er spricht Englisch und er greift Verschwörungstheorien auf, zum Beispiel über die angeblich zerstörerische Macht des Judentums. Er äußert sich auch abwertend über Feminismus», sagte Quent der Deutschen Presse-Agentur. «Das sind Motive der weltweiten radikalen und populistischen Rechten.»

«Das Video folgt der Ästhetik eines Videospiels, auch durch die Ego-Shooter-Perspektive», sagte Quent. Die Aufnahmen folgen der Perspektive des Täters, immer wieder ragt der Lauf einer Waffe ins Bild.

«Der Täter heroisiert sich, seine Opfer will er demütigen.» Dennoch solle man Erfahrung mit Videospielen als einen möglichen Auslöser nicht überbewerten – sonst müssten solche Taten viel häufiger sein. «Außerdem würde es die politische Motivation aus dem Fokus rücken», warnte Quent. «Was er äußert, das sind nicht nur Einzelmeinungen eines Spinners. Es ist Ausdruck einer verbreiteten rechtsextremen Ideologie.»

2.07 Uhr – Waffe hatte Aussetzer

Bei den Angriffen in Halle/Saale haben Defekte an mindestens einer Waffe des Täters allem Anschein nach eine höhere Opferzahl verhindert. In dem offensichtlich vom Attentäter aufgenommenen Tatvideo ist zu sehen, wie in mindestens zwei Fällen Ladehemmungen Menschen das Leben retten. Der Täter setzte eine vermutlich im Selbstbau hergestellte Langwaffe, eine Pistole und Sprengsätze ein.

Bis zum Abend gab es keine Bestätigung der Behörden dafür, dass es sich bei dem Mann im Video um den mutmaßlichen Attentäter handelt.

1.20 Uhr – Mögliche Erklärung im Netz

Nach den Angriffen in Halle/Saale ist nach Angaben einer Expertin ein Dokument im Internet aufgetaucht, bei dem es sich um eine Erklärung des Angreifers zu handeln scheine. Das schrieb Rita Katz, Leiterin der auf die Beobachtung von Extremisten spezialisierten Site Intelligence Group, am Mittwochabend auf Twitter. Das PDF-Dokument zeige Bilder von Waffen und enthalte einen Verweis auf das Live-Video, das von der Tat verbreitet worden sein soll. In dem Text werde das Ziel genannt, «so viele Anti-Weiße zu töten wie möglich, vorzugsweise Juden».

Das Dokument sei scheinbar vor gut einer Woche am 1. Oktober angelegt worden und gebe weitere Hinweise darauf, wie viel Planung und Vorbereitung der Täter in die Attacke gesteckt habe. Ob es tatsächlich von dem mutmaßlichen Täter stammt, war am Abend allerdings unklar.

Katz bezog sich auch auf ein Bekennervideo, das der mutmaßliche Täter der Angriffe in Halle/Saale in den sozialen Netzwerken hochgeladen haben soll.


Mittwoch, 9. Oktober 2019

23.15 Uhr – Täter spricht

Gemäß mehreren Medienberichten soll sich der Attentäter bereits gegenüber der Ermittler geäußert haben. Trotz seiner Verletzungen könne er sprechen. Es wird jedoch vermutet, dass der Schütze vor der Festnahme Suizid begehen wollte.

23 Uhr – Sprengstoff gefunden

Noch bis spät am Abend war die Polizei auch in Wiedersdorf im Einsatz. Dort fand sie gemäß Focus das zurückgelassene Auto des Attentäters. Darin hätten die Beamten Sprengstoff entdeckt. Der Täter habe sein Auto im Garten eines Anwohners geparkt. Dieser sprang aus dem Fenster und rannte davon, sagt er gegenüber dem Portal. Zurück kann er derzeit nicht. «Da ist Sprengstoff im Auto drin. Die haben die ganze Bude auseinandergenommen, komplett.»

22.49 Uhr – Mehr Schutz verlangt

Der Jüdische Weltkongress (WJC) hat nach dem Angriff auf eine Synagoge in Halle einen besseren Schutz jüdischer Einrichtungen in Deutschland verlangt.

«Leider ist die Zeit gekommen, in der alle jüdischen Gebetshäuser und andere jüdische Einrichtungen eine erhöhte Sicherheit durch staatliche Sicherheitskräfte benötigen», erklärte der WJC-Vorsitzende Ronald Lauder am Mittwoch. Es seien «Taten statt Worte» nötig.

Lauder rief außerdem dazu auf, «eine einheitliche Front gegen neonazistische und extremistische Gruppen» zu bilden. Den tödlichen Angriff in Halle nannte er «entsetzlich».

22.45 Uhr – Täter wird operiert

Der Täter wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei verletzt. Das ist auch auf dem Video zu sehen, das er mit seiner Helmkamera machte. Laut Spiegel Online wird er deshalb am Abend operiert.

21.20 Uhr – Verletzte

Zwei Personen wurden durch den Schützen verletzt. Sie erlitten laut einem Kliniksprecher schwerste Schussverletzungen. Die beiden wurden operiert, derzeit bestehe keine akute Lebensgefahr, sagt der Sprecher gegenüber deutschen Medien.

20.50 Uhr – Netanjahu

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die deutschen Behörden in einem Tweet dazu aufgerufen, weiterhin entschlossen gegen Antisemitismus vorzugehen. Den Angehörigen der Opfer sprach er sein Beileid aus.

20.15 Uhr – Angela Merkel gedenkt an Neuer Synagoge in Berlin

In Halle haben sich am Abend hunderte Menschen versammelt, um gemeinsam zu trauern. Sie haben für die Opfer Kerzen angezündet und Blumen niedergelegt. In ganz Deutschland versammelten sich Menschen vor Synagogen, um ihre Anteilnahme auszudrücken. Auch Kanzlerin Angela Merkel gesellte sich in Berlin zu den Trauernden.

19.30 Uhr – Jean-Claude Juncker verurteilt die Tat

Der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat via Twitter die Attacke in Halle verurteilt und seine Solidarität mit der jüdischen Gemeinde erklärt.

18.30 Uhr – Einzeltäter

Laut der Bild soll es sich lediglich um einen Täter handeln. Die Zeitung beruft sich auf Sicherheitskreise. Der Mann soll sich in Wiedersdorf, wo die Polizei ebenfalls mit einem Großaufgebot vor Ort war, ein Taxi besorgt haben und wurde später auf der B91 festgenommen.

18.00 Uhr – Keine akute Gefahr mehr

Die Polizei hat die Gefährdungslage zurückgestuft. Die Menschen können wieder auf die Straße.

Auch die Sperrung am Hauptbahnhof von Halle wurde aufgehoben, wie Spiegel Online schreibt.

17.52 Uhr – Sprengsätze gelegt

Der Täter soll laut Sicherheitskräften auch selbst gebastelte Sprengsätze vor der Synagoge abgelegt haben. Er habe auch versucht, in die Synagoge einzudringen. Die Polizei ist mit einem Bombenroboter vor Ort.

17.50 Uhr – Dorf komplett abgesperrt

Wiedersdorf, das sich etwas östlich von Halle befindet, ist laut Medienberichten komplett abgesperrt. Gegen Mittag soll es dort am Ortseingang zu Schüssen gekommen sein. Es wurde offenbar ein Taxi bestellt, woraufhin auf den Taxifahrer geschossen wurde. Er befindet sich momentan im Krankenhaus. Der Täter soll dann mit dem Taxi geflohen sein. Es könnte sich ein weiterer Täter noch immer in Wiedersdorf aufhalten.

17.10 Uhr – Außenminister Maas

Der deutsche Außenminister Heiko Maas hat sich in einem Tweet zu den Schüssen geäußert.

16.59 Uhr – Situation in Synagoge

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Halle, Max Privorozki, sagt gegenüber der Stuttgarter Zeitung, dass sich der Täter Zugang zur Synagoge verschaffen wollte: «Wir haben über die Kamera unserer Synagoge gesehen, dass ein schwer bewaffneter Täter mit Stahlhelm und Gewehr versucht hat, unsere Türen aufzuschießen. Der Mann sah aus wie von einer Spezialeinheit. Aber unsere Türen haben gehalten.» Der oder die Täter hätten dann versucht, das Tor des naheliegenden Friedhofs aufzuschießen. Die Menschen seien sehr geschockt gewesen. Vor dem Eingang habe ein Todesopfer gelegen. «Wir haben die Türen von innen verbarrikadiert und auf die Polizei gewartet.» Rund 70 bis 80 Menschen befänden sich derzeit in der Synagoge.

16.41 Uhr – Täter soll verunfallt sein

Einer der mutmaßlichen Täter soll bei der Flucht zwischen Deuben und Werschen in einen Frontalunfall mit einen Lastwagen verwickelt worden sein. Er soll weitere Waffen im Kofferraum gehabt haben.

16.10 Uhr – Ermittlung wegen Mordes

Der Bundesanwaltschaft hat erklärt, dass nun wegen Mordes von besonderer Bedeutung ermittelt werde. Unklar sei noch immer, ob antisemitische Motive hinter der Tat stehen.

15.55 Uhr – Augenzeuge beschreibt

Laut einem Augenzeugen habe der Täter volle Tarnkleidung getragen. «Er war ganz in Kampfausrüstung und komplett bewaffnet mit Schrotflinte und Maschinengewehr», sagt er. Nach der Tat sei er mit einem VW Golf geflüchtet.

15.32 Uhr – Zwei Personen im Krankenhaus

Derzeit werden zwei Personen im Krankenhaus behandelt, wie ein Sprecher der Polizei bestätigt. Die Menschen im gesamten Halle/Saale-Gebiet werden gebeten, zur Sicherheit in ihren Gebäuden zu bleiben. Außerdem wurden von der Polizei mehrere Hinweis-Telefonnummern eingerichtet.

15.28 Uhr – Video zeigt Täter

15.15 Uhr – «Komplexe Einsatzlage»

Für die Polizisten des Bundeslandes Berlin gilt laut Focus ab sofort eine KLE-Lage. Dies steht für eine «Komplexe lebensbedrohliche Einsatzlage». Konkret bedeutet dies, dass sich alle verfügbaren Beamten in ihren Dienststellen oder Kasernen aufhalten müssen.

15.14 Uhr – Verkehr

Der gesamte öffentliche Nahverkehr ist eingestellt.

14.50 Uhr – GSG9

Bilder von Passanten zeigen, dass auch die GSG 9, die Spezialeinheit der deutschen Bundespolizei zur Bekämpfung von Schwerst- und Gewaltkriminalität sowie Terrorismus in Halle angekommen ist.

14.45 Uhr – Zwei Todesopfer

Ein Polizeisprecher sagte, ein Mann sei in einem Imbiss getötet worden. Eine Frau sei in der in der Nähe des Friedhofs umgebracht worden.

14.40 Uhr – Ruhe bewahren

14.30 Uhr – Angriff auf Synagoge

Wie Spiegel Online schreibt, versuchten zwei Verdächtige in die Synagoge einzudringen. Max Privorotzki, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Halle, bestätigte den Vorfall. «Momentan sind 70 bis 80 Personen in der Synagoge», sagte er. Die Sicherungsvorkehrungen am Eingang haben «dem Angriff standgehalten», sagte er weiter.

14.25 Uhr – «Amoklage»

Die Stadt Halle spricht nach den tödlichen Schüssen von einer Amoklage. Der Oberbürgermeister hat den Stab für «Außergewöhnliche Ereignisse einberufen», teilt die Stadt mit. Alle Einsatzkräfte sind in Alarmbereitschaft versetzt worden.

14.02 Uhr – Zwei Tatorte

Laut eines Polizeisprechers gibt es zwei Tatorte in Halle. Einen Dönerladen und die Synagoge. Beim Verhafteten handle es sich um einen Mann. Zum Motiv gibt es bislang keine Anhaltspunkte.

14 Uhr – Helm und Kamera

Wie Focus schreibt, kam im beschossenen Dönerladen eine Person ums Leben. Der Besitzer sagt gegenüber der Zeitung, dass eine Kundin erschossen wurde. Drohungen soll es zuvor nicht gegeben haben. Seine Mitarbeiter hätten berichtet, dass der Mann einen Helm mit einer Kamera getragen hätte. Außerdem soll er Militärkleidung angehabt haben.

13.48 Uhr – Synagoge in Dresden

Aufgrund der Vorfälle in Halle wurden vor der Synagoge in Dresden die Sicherheit verstärkt. Laut eines Polizeisprechers werden Polizisten mit Maschinenpistolen aufgeboten.

13.45 Uhr – Verhaftung

Wie die Polizei auf Twitter mitteilt, konnte eine Person festgenommen werden. Die Situation ist jedoch weiterhin unklar. Die Bürger sollen weiterhin wachsam bleiben.

13.40 Uhr – Polizei durchsucht Halle

13.39 – Uhr Schüsse in Wiedersdorf

In Wiedersdorf, nur 20 Minuten von Halle entfernt, sind ebenfalls Schüsse gefallen. Laut einer lokalen Warn-App bitten die Behörden die Einwohner sich von Fenstern und Türen fernzuhalten. Es heißt «Suchen Sie sofort Deckung auf». Ob es einen Zusammenhang mit den Schüssen in Halle gibt, ist noch unklar.

13.37 Uhr – Bahnhof Halle gesperrt

13.35 Uhr – Angriff im Dönerladen

Ein Augenzeuge berichtet gegenüber ntv, dass ein Mann einen Dönerladen angegriffen habe. Der Mann trug wohl eine grüne Armeejacke und hatte ein Sturmgewehr und eine Maske dabei.

13.35 Uhr – Handgranate auf Friedhof?

Der Tatort soll sich in der Nähe eines jüdischen Friedhofs befinden. Dieser wurde laut der Mitteldeutschen Zeitung von Beamten abgeriegelt. Auch eine Handgranate soll geworfen worden sein. Dies wurde von der Polizei bislang nicht bestätigt.

13.32 Uhr – Zeugenbericht

Vincent G. aus Halle war gerade mit seinem Auto unterwegs, als er zusammenzuckte: «Es gab einen heftigen Knall. Es klang so, als würde auf einer Baustelle etwas umgestürzt sein oder als wenn ein Lkw einen Container verliert», erzählt er gegenüber L'essentiel. «Ich habe mich so erschrocken», fährt er fort und ergänzt: «Meine Cousins sind gerade zum Shoppen in der Stadt unterwegs, sie sind jetzt im C&A und werden nicht mehr rausgelassen.»

13.30 Uhr – Zwei Tote

In Halle fielen am Mittwoch vor einer Synagoge mehrere Schüsse. Laut Angaben der Polizei kamen mindestens zwei Personen ums Leben. Laut Medienberichten soll ein Schütze mit einer Maschinenpistole mehrere Schüsse abgefeuert haben. Nach Angaben von Augenzeugen gegenüber des MDR trug der Täter einen Kampfanzug und war mit mehreren Waffen bewaffnet.

(fj/L'essentiel/fss)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • u.krebs am 10.10.2019 10:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sylvie, dar kenn nett sinn ech liewen zu Létzeburg un kenn somit nett AfD Wähler sinn. Aber AdR finde ich gut. Und warum? Sieht man ja was gerade in der Regierung von unserem schönen Land so los ist. Die ach so tollen Grünen setzen sich mal kurz über bestehende Gesetze hinweg und der Koalitionspartner verpasst anderen einen Maulkorb. Echt erstrebenswert diese geheuchelte Demokratie. Und Fr. Diesbourg sitzt ihr Fehlverhalten einfach aus. Hauptsache die grün links liberal und christlichen Stühle in der Chamber bleiben warm. Leute wie Sie sind der Grund dafür dass sich nichts bewegt und der Grund für Stillstand.

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  • u.krebs am 10.10.2019 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt? Was ist das für eine Doppelmoral? So schlimm dieser Amoklauf ist und dieser auch auf das schärfste zu verurteilen ist stellt sich mir die Frage warum sich nun alles überschlägt mit Sondersendungen und Anteilsbekundungen. Liegt es eventuell daran dass es ein Antisemit war oder will man hier mal wieder eine gesamte Partei denunzieren? Wo waren die Gutmenschen als ein 8 jähriger vor einen Zug gestoßen wurde? Ok war nur ein Einzelfall. Oder wo ist die Anteilnahme bei den Opfern vom LKW Anschlag von Limburg vor 2 Tagen? Und dann noch die Frage weshalb gerade gestern? Ach ich glaube es sind Wahlen im Osten von Gutdeutschland. Ein Schelm der Böses denkt. Eng friedlichen Dag Uwe

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  • Politikium am 14.10.2019 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Das T-online Einflussnahme massenweise kritische Kommentare löscht, ist nicht nur mir aufgefallen. Aber wenn die politische Oberaufsicht meint, dass damit das Problem behoben wird - Nunja, notfalls steckt man die Kritisierenden ins "Loch" oder beraubt ihm seine Existenz - dann ist genau dass wieder im Gange, was in der NaziZeit gang u. gäbe war u. sich das Politikum geschworen hatte, dass so etwas nie wieder im deutschen Lande geschehen dürfe. Aber was sind politische Worte überhaupt wert??? BlaBla zur Selbstversorung der Elite u. den Staatsmedien!!

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  • Politikium am 14.10.2019 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Das T-online Einflussnahme massenweise kritische Kommentare löscht, ist nicht nur mir aufgefallen. Aber wenn die politische Oberaufsicht meint, dass damit das Problem behoben wird - Nunja, notfalls steckt man die Kritisierenden ins "Loch" oder beraubt ihm seine Existenz - dann ist genau dass wieder im Gange, was in der NaziZeit gang u. gäbe war u. sich das Politikum geschworen hatte, dass so etwas nie wieder im deutschen Lande geschehen dürfe. Aber was sind politische Worte überhaupt wert??? BlaBla zur Selbstversorung der Elite u. den Staatsmedien!!

  • Kritiker am 13.10.2019 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    Antwort auf u.krebs, es gibt nur wenig politisch interessierte Menschen, die ihre eigene Meinung zur politisch verordneten zu habende Meinung vertreten u. ich finde es gut, dass es noch selbstdenkende Menschen über den politischen Zerfall im deutschen Lande gibt.

  • kaa am 10.10.2019 17:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ l’essentiel kann awer nett sin datt hei l’apogée vun enger däitscher riets extremer Partei gemach gett?! Ass dach bekannt a watt fir engem Milieu déi Partei fescht. Soguer net am Numm von der sacrée sainte liberté d’expression!

  • u.krebs am 10.10.2019 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sylvie, ihre Logik muss man glaube ich nicht verstehen? Sie tun ja mal gerade so als hätte Herr Dr. Meuthen oder Herr Gauland oder Fr. Weideland dem Irren aus Halle die Waffen und den Sprengstoff besorgt und ihn beauftragt mal eine Synagoge zu stürmen. Sie sollten sich mal hinterfragen welch geistig Kind hinter Ihren Aussagen steckt. Und Sie selber geben hier öffentlich kund das diese sogenannten Linken nicht frei von Schuld sind. Aber nochmals, der Shitstorm welcher gerade über die AfD in Gutdeutschland hereinbricht ist nicht überraschend. Hier ist zu sehen wie politisch gelenkte Doppelmoral funktioniert. 2 Wochen vor den Wahlen in Thüringen was besseres konnte den Altparteien in Gutdeutschland nicht passieren. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

  • u.krebs am 10.10.2019 10:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sylvie, dar kenn nett sinn ech liewen zu Létzeburg un kenn somit nett AfD Wähler sinn. Aber AdR finde ich gut. Und warum? Sieht man ja was gerade in der Regierung von unserem schönen Land so los ist. Die ach so tollen Grünen setzen sich mal kurz über bestehende Gesetze hinweg und der Koalitionspartner verpasst anderen einen Maulkorb. Echt erstrebenswert diese geheuchelte Demokratie. Und Fr. Diesbourg sitzt ihr Fehlverhalten einfach aus. Hauptsache die grün links liberal und christlichen Stühle in der Chamber bleiben warm. Leute wie Sie sind der Grund dafür dass sich nichts bewegt und der Grund für Stillstand.

    • Christophe am 10.10.2019 22:53 Report Diesen Beitrag melden

      Mit Leuten wie Ihnen bewegt sich was: und zwar zurueck. wohin, wollen wir alle nicht wissen, deshalb: Wehret den Anfaengen, nein zu Rassismus und Faschismus.

    • Demokratie unvwürdig am 13.10.2019 17:50 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort an Christophe, Aufhetzer gegen Andersdenkende!!! Schon vergessen, wohin das im deutschen Lande in den 30iger Jahren geführt hat.

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