UN-Bericht

06. Juli 2021 10:31; Akt: 06.07.2021 10:34 Print

400.000 Menschen drohen zu verhungern

In Tigray in Äthiopien leiden 400.000 Menschen Hunger. Vor allem für Kinder ist die Situation prekär, so drohen 33.000 zu verhungern. Hilfspakete von der UN stehen noch aus.

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Die humanitäre Krise in der äthiopischen Konfliktregion Tigray hat sich nach Angaben der UNO weiter verschärft. Mehr als 400.000 Menschen seien dort inzwischen von akutem Hunger betroffen, sagte der amtierende Chef des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha), Ramesh Rajasingham, am Freitag bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats.

Die Lage in Tigray habe sich in den vergangenen Wochen «dramatisch verschlechtert». 1,8 Millionen Bewohner der Region seien von Hunger bedroht. «33.000 Kinder sind schwer unterernährt», sagte Rajasingham. «Das Leben vieler dieser Menschen hängt davon ab, dass wir sie mit Essen und Medizin erreichen.» Diese Hilfe müsse sofort erfolgen. «Nicht nächste Woche. Jetzt», betonte der Ocha-Chef.

Unruhen seit acht Monaten

Das Treffen des Sicherheitsrats war von den USA, Irland und Großbritannien beantragt worden. Es war die erste öffentliche Sitzung des Gremiums seit November. Zuvor hatten sich mehrere afrikanische Mitgliedstaaten widersetzt, die in dem Konflikt in Tigray eine innere Angelegenheit Äthiopiens sehen. Diese Ansicht vertreten auch die ständigen Sicherheitsratsmitglieder China und Russland.

Äthiopische Regierungstruppen hatten im November die in Tigray regierende TPLF angegriffen. Ministerpräsident Abiy Ahmed, der 2019 den Friedensnobelpreis erhalten hatte, begründete den Einmarsch damit, dass Aufständische zuvor Militärbasen angegriffen hätten. Kurz darauf erklärte er die TPLF für besiegt.

Doch auch Monate später gingen die Kämpfe weiter. Immer wieder gab es Berichte über Gewaltexzesse und zahlreiche zivile Opfer. Am Montag hatte die Regierung in Addis Abeba eine einseitige Waffenruhe verkündet, nachdem die Aufständischen in die Regionalhauptstadt Mekele einmarschiert waren.

(L'essentiel/afp/lub)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arm am 06.07.2021 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben schon seit über 20 Jahren eine andere Krankheit als Corona die heißt Hunger und dagegen wird fast Nix und dann Norman Hauptsache Europa wäscht ihre Hände in Unschuld wie immer

  • De_klenge_Fuerzkapp am 06.07.2021 18:39 Report Diesen Beitrag melden

    Das Problem ist seid über 30 Jahren bekannt und es tut sich garnichts. Es werden Jahr zu Jahr immer mehr . . . Statt Problem zulösen, werden nur Gelder hingeschickt oder besser gesagt, nur ein Teil davon. *rolleyes* Hauptsache wir kümmern uns um die Entwicklung von Smartphones, Radargeräte und Universum und vor allem Waffen.

  • kaa am 06.07.2021 19:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    an dem Konflikt mescht dach e Mann matt deen de Prix Nobel de la Paix krutt! Wéi kann datt sin?

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 06.07.2021 19:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    an dem Konflikt mescht dach e Mann matt deen de Prix Nobel de la Paix krutt! Wéi kann datt sin?

  • De_klenge_Fuerzkapp am 06.07.2021 18:39 Report Diesen Beitrag melden

    Das Problem ist seid über 30 Jahren bekannt und es tut sich garnichts. Es werden Jahr zu Jahr immer mehr . . . Statt Problem zulösen, werden nur Gelder hingeschickt oder besser gesagt, nur ein Teil davon. *rolleyes* Hauptsache wir kümmern uns um die Entwicklung von Smartphones, Radargeräte und Universum und vor allem Waffen.

  • Arm am 06.07.2021 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben schon seit über 20 Jahren eine andere Krankheit als Corona die heißt Hunger und dagegen wird fast Nix und dann Norman Hauptsache Europa wäscht ihre Hände in Unschuld wie immer

  • packtiech am 06.07.2021 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    und jetzt werden noch mehr Menschen an Hunger sterben aufgrund dieses Zirkusses, Mann oh Mann.Bravo!

    • Linda am 06.07.2021 16:27 Report Diesen Beitrag melden

      Get op der falscher Plaaz gehollef.!

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