Drei Monate

23. März 2021 13:36; Akt: 23.03.2021 13:42 Print

7 Schießereien, 43 Tote – blutige Bilanz aus den USA

Insgesamt sind 2021 bei Massenschießereien in den USA bereits 43 Personen ums Leben gekommen. Es war bereits das siebte Massaker dieses Jahr.

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Bei der Schießerei in einem Supermarkt in Colorado sind am Montag mindestens zehn Personen ums Leben gekommen. In den USA ist es in diesem Jahr bereits die siebte Tat, bei der ein Schütze zahlreiche Menschen tötete, wie aus einer Zusammenstellung der Nachrichtenagentur AP, der Zeitung «USA Today» und der Northeastern University hervorgeht. Zuletzt erschoss ein Mann am 16. März in drei Massagestudios im Großraum Atlanta acht Menschen, darunter mehrere Frauen asiatischer Herkunft.

Colorado:

Laut dem «Congressional Research Service» spricht man von einer Massenschießerei, wenn bei einer Tat vier oder mehr Personen getötet werden. Nebst Colorado und Atlanta wurden im März bei Schießereien in Phoenix, Arizona, vier Personen getötet und in Indianapolis im Bundesstaat Indiana fielen auch vier Personen Waffengewalt zum Opfer. Anfang Februar kam es in Muskogee in Oklahoma zu einer Schießerei, bei der 6 Menschen getötet wurden. Und im Januar kam es in Evaston, Illinois, zu einer Massenschießerei, wo 6 Personen ihr Leben verloren. Ende Januar wurden dann in Indiana 5 Personen von einem Schützen getötet.

Atlanta:

Schaut man sich die Statistik des amerikanischen Gun Violence Archive an, zeigt sich, dass es an fast jedem Tag dieses Jahres zu Schießereien kam. So kommt es in den USA quasi täglich zu tödlichen Zwischenfällen mit Waffen, die dort leicht zu kaufen sind.

Die Gesundheitsbehörde CDC verzeichnete in ihrer jüngsten Statistik aus dem Jahr 2018 insgesamt 39’740 Schusswaffentote in den USA – also etwa 109 Tote pro Tag.

Ändert sich nun etwas unter Biden?

US-Präsident Joe Biden hatte sich im Februar für eine Verschärfung des Waffenrechts ausgesprochen. «Diese Regierung wird nicht die nächste Massenschießerei abwarten, bis sie diese Forderung beherzigt», sagte er. Er appellierte an den Kongress, eine «vernünftige» Waffenreform auf den Weg zu bringen.

Der Präsident forderte Hintergrundüberprüfungen «für alle Waffenverkäufe» und ein Verbot von Sturmgewehren und Magazinen mit hoher Kapazität. Zu der Schießerei in Boulder hat sich Biden bislang noch nicht geäußert, seine Sprecherin ließ lediglich verlauten, dass er über den Vorfall in Kenntnis gesetzt wurde.

Auch aus dem Senat werden Rufe laut, dass Waffengesetze verschärft werden müssen. So sagte der Vorsitzende der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, die «Seuche der Schusswaffengewalt» müsse gestoppt werden. Der Senat müsse und werde entsprechende Gesetze auf den Weg bringen.

Richter stoppte Gesetz zum Verbot von Sturmgewehren

Die Stadt Boulder hatte nach dem Schulmassaker in Parkland in Florida im Jahr 2018 selbst ein Verbot für Sturmgewehre und Großmagazine erlassen. Laut einem Bericht der «Denver Post» hatte ein Richter das Verbot aber vergangene Woche blockiert.

In Colorado hatten sich in den vergangenen Jahrzehnten zwei der schlimmsten Schusswaffenangriffe der jüngeren US-Geschichte ereignet. An der Columbine High School in Littleton hatten zwei Jugendliche im April 1999 zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen. Danach begingen sie Suizid.

Im Juni 2012 eröffnete ein 24-jähriger Mann in einem Kino in der Stadt Aurora das Feuer und tötete zwölf Menschen. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.


(L'essentiel/Bianca Lüthy)

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