Herzkranker Sohn

28. Januar 2018 19:49; Akt: 28.01.2018 20:18 Print

Arbeitskollegen schenken Vater 930 Überstunden

Weil er sich um seinen schwer kranken Sohn kümmern wollte, hat ein Mann aus Berlin unbezahlte Ferien beantragt. Doch sein Chef hatte eine bessere Idee.

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Seine Kollegen schenkten ihm ein Teil ihrer Überstunden. So hatte er Zeit für seinen Sohn. (Foto: istock)

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In Berlin dürfte Jens Rösener mit seiner Familie zu Tränen gerührt gewesen sein, als er von dem großzügigen Geschenk seines Arbeitgebers und seiner Arbeitskollegen erfuhr: Sowohl die Mitarbeiter als auch der Chef der Firma mit Sitz in Berlin spendeten ihm 930 Überstunden.

Grund dafür war die überraschende Erkrankung seines Sohnes. Letzten Sommer schwebte der 18-Jährige aufgrund einer Herzmuskelschwäche plötzlich in Lebensgefahr und musste in eine Spezialklinik in Heidelberg eingeliefert werden.

Chef hat bessere Idee

Rösener zog seinen kompletten Resturlaub und seine Überstunden ein und zog in einen Wohnwagen in der Nähe der Klinik, um für seinen Sohn da zu sein. Als er keine Freitage mehr zugute hatte, bat er seinen Chef um unbezahlte Ferien.

Dieser hatte jedoch eine andere Idee: «Ich wollte unbedingt vermeiden, dass die Familie sich auch noch finanzielle Sorgen machen muss, weil ein Einkommen wegbricht», sagte Marcus Piepenschneider dem «Spiegel». Aus diesem Grund schrieb er eine E-Mail an alle 110 Mitarbeiter des Unternehmens und bat sie, einen Teil ihrer Überstunden und damit Zeit für den Kollegen in Not zu spenden. Die Resonanz sei riesig gewesen, erzählt er stolz. Insgesamt seien 930 Überstunden zusammengekommen, was für Rösener fast sechs Monate Extraferien bei vollem Gehalt bedeute.

Rösener sei überwältigt gewesen und bedankte sich in einer E-Mail an alle seine Kollegen: «Ich hoffe, dass ich irgendwann die Gelegenheit bekomme, mich in irgendeiner Weise dafür gebührend zu bedanken und zu revanchieren.» Seinem Sohn soll es den Umständen entsprechend gut gehen. Er wartet auf ein Spenderherz.

(L'essentiel/lia)

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