Montana (USA)

11. Juli 2018 07:00; Akt: 10.07.2018 20:23 Print

Baby lag neun Stunden begraben im Gebirge

Ein Mann hat ein Baby im US-Bundesstaat Montana lebendig begraben. Für die Polizei beginnt ein Rennen gegen die Zeit.

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Die Polizei von Missoula County konnte am Sonntagmorgen aufatmen: Nach intensiver Suche hatten die Beamten ein fünf Monate altes Baby unter Ästen und Geröll in den Bergen des US-Bundesstaates Montana lebend gefunden. Ein Mann – womöglich der Vater des Kindes – hatte das Baby im Gebirge begraben.

Die Suche nach dem Baby hatte begonnen, nachdem der 32-jährige Francis Carlton Crowley am Samstag gegen 20 Uhr im Ort Lolo Hot Springs aufgefallen war, weil er Passanten bedrohte und sagte, er habe eine Waffe. Als die alarmierte Polizei zum Tatort kam, war Crowley schon weg. Ein Baby in seiner Obhut war nach Aussagen von Zeugen mehrere Stunden lang nicht mehr gesehen worden.

Ein schwaches Wimmern im Gebüsch

Als die Cops Crowley kurz danach fassten, schien der Mann unter Drogeneinfluss zu stehen. Den Beamten erzählte er, das Baby sei möglicherweise in den Bergen begraben.

Wie die Behörde auf ihrer Facebook-Seite mitteilt, wurden sowohl der Such- und Rettungsdienst von Missoula County wie auch Mitarbeiter des Forstdienstes und der Montana Highway Patrol aufgeboten. Sechs Stunden lang durchkämmten die Retter die Gegend, bis der stellvertretende Sheriff das «schwache Wimmern eines Babys» hörte.

Das Kind lag mit dem Gesicht nach unten und trug bei Temperaturen von sieben Grad Celsius nur einen schmutzigen und durchnässten Strampler. Die Polizei vermutet, dass das Kleinkind etwa neun Stunden im Gebirge gelegen hat.

Es wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, teilte die Polizei später mit. Das Kind habe nur kleinere Kratzer und blaue Flecken davongetragen und befinde sich jetzt in der Obhut der Sozialfürsorge. Francis Carlton Crowley befindet sich in Haft und wurde wegen Gefährdung des Kindeswohles angeklagt.

(L'essentiel/kle/sda)

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