Oldtimer Ju-52

05. August 2018 16:23; Akt: 05.08.2018 16:28 Print

Flugzeug in der Schweiz abgestürzt – 20 Tote

Eine Ju-52 HB-HOT ist am Samstag in den Bündner Bergen abgestürzt. Das Flugzeug hatte schon in zwei Kinofilmen einen Auftritt.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Eine Ju-52 HB-HOT ist am Samstag in den Bündner Bergen abgestürzt. Das Flugzeug hatte schon in zwei Kinofilmen einen Auftritt. Die im Kanton Graubünden abgestürzte Maschine war eine Junkers Ju-52 des Baujahrs 1939, wie die auf Rundflüge spezialisierte Firma Ju-Air in der Nacht zum Sonntag mitteilte.

Wie der «SonntagsBlick» berichtet, ist die HB-HOT jenes Modell, das in zwei Hollywood-Filmen große Auftritte hatte. Im Kriegsfilm «Agenten sterben einsam» von 1968 gelang den Protagonisten, gespielt von Clint Eastwood und Richard Burton, mit der Maschine eine spektakuläre Flucht.

Im Jahr 2008 kam die Ju-52 in «Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat» erneut auf die große Leinwand. Der Film wurde mit Hollywood-Star Tom Cruise in Berlin gedreht. Wie schon in «Agenten sterben einsam» stellte die HB-HOT ein Nazi-Flugzeug dar.

Ehrenamtliche Piloten und Crew

Das dreimotorige Flugzeug ist laut Bericht im Jahr 1939 zur Schweizer Luftwaffe gekommen. Nach deren Ausmusterung wurde der Verein der Freunde der schweizerischen Luftwaffe (VFL) gegründet. Der Verein zählt aktuell 4000 Mitglieder. Ziel ist die Förderung des öffentlichen Interesses an Geschichte, Gegenwart und Zukunft der schweizerischen Luftwaffe. Er ist der Trägerverein der Ju-Air, welche drei Ju-52-Maschinen übernommen hat: Die HOT, HOP und HOS.

Die Oldtimer Flugzeuge stehen für Rund- oder Charterflüge ab Dübendorf im Einsatz. Die Ju-Air feierte letztes Jahr ihr 35-jähriges Bestehen, wie der Sonntagsblick weiter schreibt. Geflogen werden die Maschinen von ausgebildeten Airline- und Militärpiloten. Sowohl die Crew als auch das Bodenpersonal der Ju-Air arbeiten ehrenamtlich.

Zwei Abstürz an einem Tag

Die Kantonspolizei Graubünden meldete am Samstag den Absturz an der Westflanke des Berges Piz Segnas, auf etwa 2540 Metern Höhe. Die Bergungsarbeiten sollten am Sonntag fortgesetzt werden. Zu möglichen Absturzursachen machte die Polizei keine Angaben.

Am Samstag war außerdem bei Hergiswil – rund zehn Kilometer südlich von Luzern am Vierwaldstättersee – ein Flugzeug abgestürzt. Eine vierköpfige Familie aus der Region mit zwei minderjährigen Kindern kam dabei ums Leben, wie die Polizei in Nidwalden berichtete.

(L'essentiel/kat)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.