Mysteriöser Fund

15. Mai 2018 09:16; Akt: 15.05.2018 11:27 Print

Fuß Nummer 14 an Kanadas Küste angespült

An der Küste von Gabriola Island in Kanada wurde ein abgetrennter menschlicher Fuß angespült. Es ist bereits der 14.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Das Rätsel geht weiter: Am Sonntagabend hat ein Spaziergänger am Strand von Gabriola Island in der westkanadischen Provinz British Columbia einen menschlichen Fuß entdeckt. Laut New York Times steckte der abgetrennte Fuß in einem Wanderschuh, der zwischen mehreren Holzstämmen eingeklemmt war.

Eine makabere Entdeckung, die in diesem Teil Kanadas aber nicht ungewöhnlich ist: Dort wurden seit 2007 bereits 14 menschliche Füße angeschwemmt. Bei den meisten handelte es sich um männliche Überreste, in drei Fällen um Füße in Schuhgröße 45,5. Der aktuelle Fund ist allerdings besonders: Während die 13 zuvor entdeckten Körperteile in Turnschuhen steckten, tauchte erstmals ein Fuß in einem Wanderschuh auf.

Flugzeugabsturz, Serienmord, Suizid?

Über die abgetrennten Füße wurde schon vielfach spekuliert. Woher kommen sie? Waren es Teile von Opfern eines Flugzeugabsturzes oder trieb ein Serienmörder in der Region sein Unwesen? Und vor allem: Wo sind die restlichen Leichenteile?

Die Behörden in British Columbia gehen nicht von einem Verbrechen aus. Laut Gerichtsmediziner Andy Watson dürfte es in den meisten Fällen um Suizid- oder Unfallopfer handeln. Es seien die Füße von Menschen, die entweder beim Spazieren an der Küste ins Meer gerissen worden oder bei Ausflügen ertrunken seien.

Fuß Nummer 13 ist identifiziert

Neun der 14 Füße konnten in der Zwischenzeit acht Opfern zugeordnet werden, wie New York Times weiter berichtet, oft anhand der DNA von vermissten Personen. «In einem der Fälle konnte ein Mann aus Vancouver identifiziert werden, der eine lange Geschichte von Depressionen hatte. Einen Körperteil zu finden, ist sicher keine gute Nachricht, aber für die Familien ist es gut, wenn sie Abschied nehmen können», sagte ein Polizeisprecher zu Mercury News.

Die Gerichtsmediziner haben unter anderem auch den Mann identifiziert, dessen Fuß in Schuh Nummer 13 steckte. Dieser wurde vergangenen Dezember am Strand von Sooke auf Vancouver Island gefunden. Der Fuß, sowie ein Teil des Schien- und des Wadenbeins, steckten in einem schwarzen Laufschuh. Wie sich herausstellte, gehörten die Überreste einem 79-Jährigen aus dem US-Staat Washington. Der Senior war Monate zuvor verschwunden, nachdem er sein Haus verlassen hatte, ohne seine Medikamente eingenommen zu haben.

Wie gelangen die Füsse an die Oberfläche?

Die Forensiker haben auch eine Antwort auf die Frage, wieso nur Füße und nicht Torsos auftauchten. Wie Gail Anderson von der Simon-Fraser-Universität erklärte, haben die Autopsien bisher ergeben, dass die Füße vom Rest des Körpers nicht etwa gewaltsam abgetrennt worden sind, sondern sich nach langer Zeit im Wasser von selber gelöst haben. «Wenn eine Leiche im Wasser treibt, fällt der tote Körper auseinander und die Füße lösen sich vom Rest des Beines», erklärte sie gegenüber kanadischen Medien.

Füße gelangen öfter an die Oberfläche wegen der Gummisohle an den Schuhen, in denen sie stecken, wie der Pathologe Stephen Fonseca zu The Daily Beast sagte. Die Fische könnten die Schuhe zudem nicht durchbeißen, was das Fressen der Körperteile verhindere.

(L'essentiel/kle)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.