New York

10. Januar 2018 10:06; Akt: 10.01.2018 10:13 Print

Herrentoiletten erhalten Baby-​​Wickeltische

Initiative im Sinne der Gleichberechtigung: Gemäß eines neuen Gesetzes müssen in New York sowohl Frauen- als auch Herrentoiletten mit Wickeltischen ausgestattet werden.

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Öffentlich zugängliche Wickeltische in New York sollen künftig für alle Eltern offen sein. (Bild: pixabay.com)

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In New York werden nun auch Herrentoiletten in öffentlichen Gebäuden mit Wickeltischen ausgestattet – schließlich sind es nicht nur Frauen, die Windeln wechseln müssen. Bürgermeister Bill de Blasio verkündete am Dienstag ein entsprechendes Gesetz, das in den nächsten sechs Monaten umgesetzt werden muss. Es sei die erste Vorschrift dieser Art in einer US-Metropole, hieß es in mehreren Medienberichten.

«Dieses neue Gesetz wird sicherstellen, dass Eltern jeglichen Geschlechts Zugang zu dieser Ausstattung in öffentlichen Gebäuden haben», sagte der kürzlich wiedergewählte «Mayor». Für New Yorker Eltern bedeute dies einen «großen Schritt nach vorn». Zu oft seien Väter wie auch Eltern, die sich weder als Mann noch als Frau sehen, von Angeboten für Familien ausgeschlossen. «Das muss sich ändern», fügte de Blasio hinzu.

Vorstoß auch in Deutschland

Im Oktober 2016 hatte der damalige US-Präsident Barack Obama ein Gesetz in Kraft gesetzt, das Wickeltische in allen Toiletten öffentlich zugänglicher Bundesgebäude vorschreibt. In New York sind für alle zugängliche Toiletten eher rar. Stattdessen nutzen die Menschen dort unterwegs oft Toiletten in Cafes, Restaurants oder Geschäften.

Eine ähnliche Diskussion wurde vergangenes Jahr auch in Deutschland geführt. Die SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz beklagte im August, dass Männer, die in öffentlichen Gebäuden ein Baby wickeln wollten, oftmals keinen geeigneten Platz fänden. Bauherren und Sanierer von Amtshäusern, Bibliotheken oder Museen sollen daher in Zukunft gefragt werden, ob sie Wickeltische an einem für Männer wie Frauen zugänglichen Ort errichten wollen – dies sei im Sinne der gesellschaftlichen Gleichstellung sehr erstrebenswert, erklärte ein SPD-Sprecher.

(L'essentiel/AFP/dpa/jt)

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