Schweizer Erfindung

13. April 2018 10:24; Akt: 13.04.2018 10:23 Print

Ist das die Lösung gegen Plastik im Meer?

Müll in den Weltmeeren wird zu einem immer größeren Problem. Der Schweizer Yvan Bourgnon will es lösen – mithilfe seines riesigen Quadrimarans Manta.

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Die Meere von Kunststoffmüll befreien. Das ist das erklärte Ziel des Schweizers Yvan Bourgnon. Schaffen will er das mithilfe eines riesigen Quadrimarans namens Manta. Dieser ist derzeit an der Erfinder-Messe in Genf als Modell im Maßstab 1:80 zu sehen (siehe Bildstrecke).

3000 Forschungsstunden von sechs Unternehmen stecken darin. Das Boot müsse zwei Auflagen erfüllen, führte Bourgnon am Mittwoch in Genf vor Medienvertretern aus: Plastikabfälle aus dem Meer fischen und ökologisch sein.

Klimaneutral und effizient

Die fertige Manta, die im Rahmen des Projekts «The Sea Cleaners» entsteht, wird 70 Meter lang, 49 Meter breit, 61 Meter hoch und 2500 Tonnen schwer sein. Wind sowie Strom aus erneuerbaren Quellen – Windräder und Solarpanels – sollen den Quadrimaran vorwärts bewegen.

An Bord des Schiffs befindet sich ein Sortierwerk. Die mit Förderbändern aus dem Wasser geholten Abfälle werden an Bord verdichtet. Über 250 Tonnen Plastik kann das Schiff aufnehmen, bis seine Ladung in einem Hafen gelöscht werden muss. An Land sollen die Abfälle fachgerecht wiederverwertet werden.

Ziel des Projekts «The Sea Cleaners» ist es, Plastik aus dem Meer zu holen, bevor es sich in Nanopartikel zersetzt und von lebenden Organismen aufgenommen wird. Zonen mit Meeresverschmutzungen gibt es vorwiegend in Asien, Afrika und Südamerika.

Müllberge gesehen, Lösung überlegt

Lanciert wurde das Projekt 2016. «Auf meiner Weltumrundung mit dem Sportkatamaran, in dem ich über 200 Tage auf dem Wasser war, habe ich diese Ozeanverschmutzung feststellen müssen. Die Entscheidung war klar: Ich muss etwas tun», begründete Bourgnon sein Vorhaben auf Wemakeit.com.

2020 soll mit dem Bau der Manta begonnen werden, zwei Jahre soll es dauern, bis das Schiff auslaufen kann. Es soll 30 Millionen Euro kosten und eine Lebensdauer von 30 Jahren haben. Die Betriebskosten belaufen sich laut Schätzungen auf eine Million Euro pro Jahr.

Die Initiatoren des Projekts rechnen damit, dass es zehn bis 15 Jahre dauert, um die Wirksamkeit des Bootes zu belegen. Dieses soll auch zur Sensibilisierung eingesetzt werden, um den Konsum und die Verschwendung von Plastik zu verringern. Zudem soll zum Bau von Recylingwerken ermutigt werden.

So soll Yvan Bourgnons Manta einmal die Meere reinigen. (Video: Youtube/The Sea Cleaners)

(L'essentiel/fee/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Innu am 14.04.2018 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Die Verschmutzung fängt schon auf den Strassen an. Ueberall Plastik. Andere Leute muessen dann Saueberungen vornehmen. Warum Alles Anderen ueberlassen und selbst alles wegwerfen? Vielen Dank an diesen Herrn. Wieviele Fische muessen noch sterben bevor der Mensch endlich begreift was er angerichtet hat.

  • Bananejang am 13.04.2018 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Das sind immer schöne Ideen aber solange die Menschen auf "der anderen Seite der Welt" Plastik nachschmeissen macht es nur bedingt Sinn ihn wieder heraus zu fischen. Besser wäre kein Plastik mehr zu erlauben...

  • Jaurès J am 14.04.2018 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    La surveillance des océans est simple . Vous utilisez des satellites pour n'importe quoi alors que là ils auraient de l'utilités et quand vous avez un contrevenant minimum 1000.000 euros d'amande et confiscation du bateau et là cela changerais vite . Mais vous préférez donner de l'argent a des organismes (( ONU etc...)) qui de nos jours ne servent plus a rien .

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jaurès J am 14.04.2018 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    La surveillance des océans est simple . Vous utilisez des satellites pour n'importe quoi alors que là ils auraient de l'utilités et quand vous avez un contrevenant minimum 1000.000 euros d'amande et confiscation du bateau et là cela changerais vite . Mais vous préférez donner de l'argent a des organismes (( ONU etc...)) qui de nos jours ne servent plus a rien .

  • Innu am 14.04.2018 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Die Verschmutzung fängt schon auf den Strassen an. Ueberall Plastik. Andere Leute muessen dann Saueberungen vornehmen. Warum Alles Anderen ueberlassen und selbst alles wegwerfen? Vielen Dank an diesen Herrn. Wieviele Fische muessen noch sterben bevor der Mensch endlich begreift was er angerichtet hat.

  • Bananejang am 13.04.2018 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Das sind immer schöne Ideen aber solange die Menschen auf "der anderen Seite der Welt" Plastik nachschmeissen macht es nur bedingt Sinn ihn wieder heraus zu fischen. Besser wäre kein Plastik mehr zu erlauben...