Sieg für Tierschützer

04. Januar 2017 07:17; Akt: 04.01.2017 07:19 Print

Letzter Vorhang für die Orca-​​Show in San Diego

Seaworld stellt nächsten Sonntag seine umstrittene Orca-Show in Kalifornien ein. Die Proteste der Tierschutzorganisationen haben offenbar gewirkt.

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2017 beginnt mit einer guten Nachricht für Tierliebhaber: Der Freizeitpark Seaworld in San Diego wird am kommenden Sonntag zum letzten Mal seine umstrittene Orca-Show «One Ocean» in Kalifornien vorführen. Die Show soll durch ein neues Programm ersetzt werden, welches dem «natürlichen Verhalten» der Tiere näher kommen soll, kündigte das Unternehmen an. Die Zuschauer sollten dann mehr über den Schutz der Schwertwale lernen.

Wie der Sender «Fox 5» berichtet, reagiert Seaworld damit nicht nur auf den Vorwurf der Tierquälerei, sondern auch auf fallende Besucherzahlen in seinen Freizeitparks. Seaworld-Chef Joel Manby hatte die neue Geschäftsstrategie, mit der er das Image von Seaworld verbessern wolle, vor über einem Jahr vorgestellt: «Wir hören auf unsere Gäste und entwickeln uns als Unternehmen», sagte er damals.

Zuchtprogramm eingestellt

Zudem hatte Seaworld vergangenen März die Einstellung seines Zuchtprogramms angekündigt. Die verbliebenen Wale würden zwar in den Parks bleiben, da sie in freier Wildbahn nicht überleben könnten, teilte Seaworld mit, es werden aber keine Orcas mehr gezüchtet.

Die Seaworld-Parks stehen seit Jahren in der Kritik. Tierschützer beanstanden die schlechten Lebensbedingungen der Schwertwale. Orcas gelten als sehr soziale Tiere, die unter der beengten Einzelhaltung und Gefangenschaft leiden.

Ein Dok-Film brachte Veränderungen

Besondere Aufmerksamkeit erfuhr das Thema durch den Dokumentarfilm «Blackfish» aus dem Jahr 2013, der sich um einen in Gefangenschaft lebenden Wal dreht. In dem Film erzählt der ehemalige Seaworld-Wal-Trainer John Jett von der Qual gefangener Orcas.

Nach der Veröffentlichung des Films gingen Besucherzahlen, Umsatz und Gewinn von Seaworld zurück. Das Unternehmen strich aufgrund dessen insgesamt 320 Arbeitsplätze in den zwölf US-Parks sowie in der Firmenzentrale.

(L'essentiel/kle)

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