18.000 Euro

14. November 2017 08:03; Akt: 14.11.2017 08:02 Print

Taxifahrer geprellt – nach Fahrt quer durch Europa

Von Monaco in die Slowakei und dann noch nach Mexiko: Ein Wiener Taxifahrer reiste mit einem Kunden um die halbe Welt – und blieb auf den Kosten sitzen.

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Ein Wiener Taxichauffeur fuhr einen Gast quer durch Europa, um am Schluss geprellt zu werden. (Symbolbild: Keystone) (Bild: ole Spata)

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Die Polizei von Euskirchen in der Nähe von Köln muss in einem äußerst skurrilen Betrugsfall ermitteln: Vor wenigen Tagen meldete sich ein Wiener Taxifahrer beim Polizeiposten, um eine Anzeige aufzugeben. Am 10. Oktober habe er einen ihm bekannten Mann mit dem Taxi in Monte Carlo abgeholt. Von dort sei die Fahrt über Nizza und Brüssel nach London gegangen, dann weiter nach Zilina in der Slowakei und dann wieder nach Norden ins deutsche Bad Münstereifel, erzählte der 47-jährige Taxifahrer.

Gemeinsam mit dem Fahrgast habe er dort zwei Tage in einem Hotel verbracht. Die Reise habe anschließend wieder nach London geführt. Dort hätte sie auch enden sollen – nur, stellte der Fahrgast plötzlich fest, dass er die Summe von 18.000 Euro nicht bezahlen könne. Er habe aber genug Geld auf einer Bank in Mexiko, soll der Mann dem Taxifahrer versprochen haben.

Ab zum Bancomaten nach Mexiko

Das Duo habe sich daraufhin auf den Weg nach Mittelamerika gemacht – diesmal per Flugzeug, erzählte der Taxifahrer der Polizei. Dort angekommen, sei der Kunde aber spurlos verschwunden. Der Taxifahrer habe seine Ehefrau bitten müssen, ihm Geld für den Rückflug zu überweisen. Über Toronto und Island führte der Weg des Geprellten zurück nach London, wo sein Taxi stand. Auf seiner Heimreise nach Wien hielt er in der Nacht auf Freitag in Euskirchen an, um den Betrug zu melden.

«Wir gehen davon aus, dass die Geschichte wahr ist», sagte ein Polizeisprecher zur «Süddeutschen Zeitung». Nach Angaben des Taxifahrers könnte der Fahrgast aus der Region stammen. «Die beiden haben angeblich schon öfter Fahrten unternommen», so der Sprecher.

Der Taxifahrer fordere nun das Geld für die Fahrt. «Die Ermittlungen dauern an», meinte die Behörde, die jetzt hofft, den Beschuldigten anhand der Personenbeschreibung ausfindig machen zu können.

(L'essentiel/kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fred am 14.11.2017 20:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ich frage mich wie der Taxifahrer den Führerschein schaffen konnte.

  • Jean-Marie am 14.11.2017 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Mexiko, Land in der Sonne...! Land krummer Gestalten. Der Preller ist untergetaucht und dem Geprellten gehören Hörner aufgesetzt. Wie blöd muß man denn sein?

  • JP jr am 14.11.2017 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja, schon etwas unglaubwürdig, besonder der Abstecher nach Mexico um an ein Geldautomaten zu kommen. Ihm ist wohl nicht eingefallen Geld zwischendurch für geleistete Dienste einzufordern?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fred am 14.11.2017 20:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ich frage mich wie der Taxifahrer den Führerschein schaffen konnte.

  • Jean-Marie am 14.11.2017 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Mexiko, Land in der Sonne...! Land krummer Gestalten. Der Preller ist untergetaucht und dem Geprellten gehören Hörner aufgesetzt. Wie blöd muß man denn sein?

  • JP jr am 14.11.2017 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja, schon etwas unglaubwürdig, besonder der Abstecher nach Mexico um an ein Geldautomaten zu kommen. Ihm ist wohl nicht eingefallen Geld zwischendurch für geleistete Dienste einzufordern?