Tadschikistan

30. Juli 2018 21:07; Akt: 30.07.2018 21:19 Print

Video zeigt den Angriff auf die Touristengruppe

Bei einem Angriff auf Touristen in Tadschikistan sind vier Menschen getötet worden. Ein Verdächtiger wurde festgenommen.

Aufnahmen des Angriffs auf die Touristengruppe im Bezirk Danghara. (Video: Radio Free Europe)

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Bei einem Angriff auf Touristen in Tadschikistan sind vier Menschen getötet worden. Bei den Opfern handle es sich um Radfahrer aus den USA, der Schweiz und den Niederlanden, teilte das Innenministerium am Montag in Duschanbe mit. Zwei weitere Touristen seien bei dem Angriff am Sonntag verletzt worden.

Bei einem späteren Spezialeinsatz der Polizei wurde am Sonntag ein Verdächtiger festgenommen, zwei weitere wurden getötet. Die Angreifer hätten Messer und Waffen gehabt, teilte Innenminister Ramason Hamro Rahimsoda am Montag mit. Die Polizei sucht nach drei weiteren Verdächtigen und veröffentlichte Fahndungsbilder. «Wir ermitteln in alle Richtungen», sagte Rahimsoda weiter. «Wir können nicht sagen, ob es sich um einen Terrorakt handelt.»

Eines der beiden verletzten Opfer sei durch einen Messerstich verletzt worden, sagte der Innenminister. Der Zustand des Opfers sei stabil. Ein siebtes Mitglied der Radfahrergruppe, ein Franzose, sei unversehrt geblieben und werde von der Polizei befragt.

Zunächst waren die Behörden des zentralasiatischen Landes von einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht ausgegangen. Der Angriff ereignete sich im Bezirk Danghara, 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Duschanbe.

Es gibt dutzende Berichte von Schweizer Touristen, die mit dem Fahrrad durch Tadschikistan gefahren sind. Die meisten durchquerten das Land auf dem Weg nach China.

Viele Touristen mit Fahrrad unterwegs

Das EDA verweist in seinen Reisehinweisen für Tadschikistan auf die Rubrik «Terrorismus und Entführungen». Nebst dem Anschlagsrisiko macht das Amt auch auf die schlechten Verhältnissen im Straßenverkehr aufmerksam.

Kurzfristige Verschärfungen der allgemeinen Sicherheitslage seien jederzeit möglich. Das Land befand sich zwischen 1992 und 1997 in einem Bürgerkrieg.

Tadschikistan ist die ärmste der ehemaligen Sowjet-Republiken und wird seit 1992 autoritär von Präsident Emomali Rakhmon regiert. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Muslime. Die Behörden gehen hart gegen religiösen Fundamentalismus vor. 2015 machte Tadschikistan mit radikalen Maßnahmen wie erzwungenen Bartrasuren und Einschränkungen für die Pilgerreise nach Mekka von sich Reden.

(L'essentiel/bee/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roadrunner am 31.07.2018 04:42 Report Diesen Beitrag melden

    Fir sou eng Grausamkeet, wees ech, et keng Wierder fir dat ze beschreiwen. Horror.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roadrunner am 31.07.2018 04:42 Report Diesen Beitrag melden

    Fir sou eng Grausamkeet, wees ech, et keng Wierder fir dat ze beschreiwen. Horror.