Internet feiert US-Senator

07. Mai 2018 14:38; Akt: 07.05.2018 14:49 Print

Wer sicher nicht zu McCains Begräbnis darf

Der krebskranke Senator John McCain will den US-Präsidenten nicht an seiner Trauerfeier dabeihaben. Das Netz liebt ihn dafür.

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Der krebskranke US-Senator John McCain möchte nicht, dass US-Präsident Donald Trump an seiner Beerdigung teilnimmt. Der Republikaner McCain wünsche sich stattdessen Trumps Vize Mike Pence als Repräsentanten des Weißen Hauses bei der Trauerfeier, berichteten die «New York Times» und der Sender NBC News am Wochenende unter Berufung auf Vertraute des Politik-Veteranen. Demzufolge wünscht sich McCain, dass der demokratische Ex-Präsident Barack Obama eine Trauerrede hält.

McCain, der seit 1987 im US-Senat sitzt, ist einer der schärfsten Kritiker seines Parteikollegen Trump. Der Senator trug unter anderem dazu bei, dass die bisherigen Versuche des Präsidenten zur Abschaffung des unter seinem Vorgänger Barack Obama eingeführten Gesundheitssystems scheiterten.

Trump verhöhnte McCain

Das Verhältnis zwischen Trump und McCain ist seit längerem zerrüttet. Während des Präsidentschaftswahlkampfs hatte Trump den Vietnam-Veteranen, der in Gefangenschaft des Vietkong gefoltert worden war, verhöhnt. Für ihn sei McCain «kein Held», sagte Trump, der selber einst den Wehrdienst umgangen hatte. «Ich mag Leute, die nicht gefangen wurden, okay?»

Bei McCain war im vergangenen Jahr ein aggressiver Hirntumor entdeckt worden. Mitte April musste er wegen einer Darmentzündung operiert werden. Derzeit erholt er sich auf seiner Ranch in Arizona von dem Eingriff.

«Ein sterbender Held»

Das Netz feiert den Senator für seine deutlichen Worte. Auf Twitter erhielt der 81-Jährige viel Zuspruch. «Ich hoffe, John McCain lebt lange genug, um Donald Trumps Untergang mitzuerleben», twitterte etwa ein User namens «dylan».

«John McCain ist ein sterbender amerikanischer, republikanischer Held, und er nutzt seine verbleibende Zeit auf Erden, um sich gegen Präsident Trump zu stellen. (...) Er weiß, dass Trump schlecht für Amerika ist», schreibt Ed Krassenstein.

Der Journalist Grant Stern findet zwar, dass McCain «eine Million Fehler» gemacht habe und findet seine Politik nicht gut. Dennoch hält er dem «Patrioten und Kriegshelden» zugute, dass er «den Schrecken, den seine Partei verursacht hat,» beklagt.

(L'essentiel/mlr/afp)

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